zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 23:21 Uhr

Fußball : 6:2 im Spitzen-Derby

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Über mangelnde Unterhaltung können sich die Zuschauer in Heidgraben nicht beschweren. Drei Wochen nach dem denkwürdigen 7:6 gegen den Moorreger SV bekamen sie am Sonntag im nächsten Heimspiel der 1. Herren des Heidgrabener SV beim 6:2-Kantersieg im Kreisliga-Spitzenderby gegen die SV Lieth immerhin acht Tore und drei Platzverweise zu sehen.

Aber der Reihe nach: Als die Heidgrabener im Zentrum zu früh attackierten, spielten sich die Liether mit zwei Doppelpässen durch und Yannic Sebastian Stubenrauch erzielte das 0:1 (2. Minute). Als Philippe Schümann alleine durch war und von SVL-Keeper Marek Serafin gefoult wurde, ahndete Schiedsrichter Manfred Neuber (SC Pinneberg) diese „Notbremse“ nur mit der Gelben Karte. Den ebenfalls verhängten Elfmeter verwandelte Schümann selbst zum 1:1 (5.). Kurz darauf kam es noch besser: Einen Freistoß, den Alexander Martin von halbrechts aus mit links in Richtung langes Eck zirkelte, wollte Serafin fangen, boxte sich den Ball aber zum 2:1 ins eigene Tor (13.). Dann schnürte Mark Zipp einen Doppelpack: Erst köpfte er einen weiteren Martin-Freistoß freistehend zum 3:1 ein (15.), ehe er SVL-Rechtsverteidiger Benjamin Linse den Ball abluchste und von halblinks flach zum 4:1 ins lange Eck einschoss (31.). „Darum bringe ich Dich, Junge“, rief HSV-Coach Ove Hinrichsen dem Doppeltorschützen zu.

Dann zeigte Neuber dem Heidgrabener Jesse Jacobsen, dem er zuvor nach Intervention seines Assistenten Olaf Duwensee (TBS Pinneberg) bereits „Gelb“ wegen angeblichen Meckerns gegeben hatte, nach einem Foul die Gelb-Rote Karte (35.). Nur sieben Minuten später war die numerische Gleichzahl wieder hergestellt: Stubenrauch hielt gegen HSV-Kapitän Fabian Doell erneut seinen Fuß drüber und sah ebenfalls „Gelb-Rot“ (42.).

„Nach der Pause hatten wir das Spiel gut im Griff“, berichtete Hinrichsen. Schümann traf Freistoß die Latte. Dann wurde Julian Hansen kurz vor dem SVL-Strafraum grob gefoult und als ihm der Liether danach ins Gesicht tätschelte, sprang der Heidgrabener auf und schubste seinen Gegenspieler mit beiden Händen weg (59.). „Dafür ,Rot' zu zei- gen, war vertretbar ‒ dass es für das Foul nicht einmal eine Gelbe Karte gab, war aber unfassbar“, klagte Hinrichsen. Nun witterten die Gäste Morgenluft und verkürzten zum 4:2 (Marvin Böttcher/61.). „Danach haben die Liether Druck gemacht, während wir auf Konter gesetzt haben“, erklärte Hinrichsen. Als sich Maik Siebels stark gegen zwei Liether durchsetzte und querspielte, schob Schümann zum 5:2 ein (81.) und erhöhte, abermals nach Vorarbeit von Maik Siebels, sogar noch zum 6:2-Endstand (89.). „Wir haben absolut verdient gewonnen“, betonte Hinrichsen, dessen Elf die Tabellenführung festigte.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Okt.2015 | 17:51 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert