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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:21 Uhr

Unfall : 500 Liter Diesel versickert

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nebel und Glätte haben gestern den Straßenverkehr im Kreis Pinneberg gefährdet. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Ob die Witterung immer die Ursache war, konnte Polizeisprecherin Sandra Mohr allerdings nicht mit Sicherheit sagen. Im Frühnebel rutschte ein Lkw-Fahrer nördlich von Barmstedt mit seinem 40-Tonner in einen Graben. Einer der beiden Tanks schlug leck. 400 bis 500 Liter Diesel versickerten im Erdreich, schätzte Horst Klümann vom Fachdienst Umwelt der Kreisverwaltung. „Es gibt aber keinerlei Hinweise, dass der Unfall aufgrund von Glätte passierte“, betonte Mohr. Die Polizei geht davon aus, dass der Bad Bramstedter aus Unachtsamkeit von der Straße abkam.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2011 | 21:34 Uhr

Der 27-Jährige war von Barmstedt nach Groß Offenseth unterwegs. Er hatte rund 20 Tonnen Kalksandstein geladen. Gegen 7.50 Uhr rutschte sein Lkw von der Landstraße 112 nach rechts in einen etwa ein Meter tiefen Graben und kippte auf die Seite. Der Fahrer blieb unverletzt.

Allerdings rissen Leitungen eines seiner beiden 700-Liter-Tanks ab. Diesel lief aus. Einsatzkräfte des Gefahrgutzugs des Kreises sowie der Feuerwehren Groß Offenseth-Aspern und Barmstedt pumpten die Tanks ab. Aus dem Graben saugten sie rund 250 Liter des Kraftstoffs auf. Rund 400 bis 500 Liter versickerten jedoch. Die Feuerwehr legte Ölsperren in den Graben, damit sich das Gemisch nicht weiter ausbreitete. Das Erdreich sollte noch gestern ausgetauscht werden, so Klümann. Er versicherte: „Es ist kein Gewässer betroffen. Die Gräben sind trocken. Vom Umweltgesichtspunkt her haben wir Glück im Unglück.“

Ein Kollege des Lkw-Fahrers, der für eine Kaltenkirchener Spedition unterwegs war, lud die weißen Mauersteine auf einen zweiten Laster. Anschließend wollten Mitarbeiter der Firma Kühl aus Elmshorn den verunglückten 40-Tonner mithilfe von zwei Kränen aus dem Graben heben. Die Landstraße war zwischen Barmstedt und Groß Offenseth-Aspern mehrere Stunden lang voll gesperrt.

25 Feuerwehrleute waren mit fünf Fahrzeugen, 18 Kräfte des ABC-Dienstes mit sieben Wagen angerückt, teilte Feuerwehrsprecher Michael Bunk mit. Die Höhe des Sachschadens war gestern noch unbekannt. Fahren bei Glätte und Nebel: Polizei gibt TippsDas Reifenprofil überprüfen, viel Zeit einplanen und das Tempo drosseln: Diese drei Punkte sollten Autofahrer bei Glätte und Nebel beachten. Polizeisprecherin Sandra Mohr sagte gestern: „Man sollte bei frostigen Temperaturen morgens mehr Zeit einplanen, um die vereisten Scheiben freizukratzen.“ Wichtig sei zudem, nicht mit beschlagenen Scheiben loszufahren. Die Sicht sollte klar sein. Auch bei Nebel gilt: Mehr Zeit einplanen. Grund: „Das Tempo muss an die Sicht angepasst werden“, so Mohr. Bei einem Unfall werde die Polizei überprüfen, ob die Beteiligten mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs waren. Ratsam sei, Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten einzuschalten. Autofahrer sollten zudem damit rechnen, dass Nebel und Glatteis nur stellenweise auftreten können. „Hinter einer Kurve kann man von einem Nebelfeld überrascht werden“, warnte Mohr. Nicht zuletzt sollten zu dieser Jahreszeit Winterreifen aufgezogen werden. Fahrzeughalter sollten die Profildicke überprüfen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe bei Winterreifen beträgt vier Millimeter. Sie muss auf 75 Prozent der Reifenbreite vorhanden sein. (jhf)

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