Baumschulen im Kreis : 50 Prozent Umsatzeinbruch

„Dieser Winter ist für die Baumschüler und Gärtnereien eine mittelschwere Katastrophe. Wir können die Verluste nicht genau beziffern, aber wir hatten im ersten Quartal durchschnittlich Umsatzeinbrüche weit über 50 Prozent“, beurteilt Axel Huckfeldt, Baumschulbesitzer in Horst und Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Baumschulen, die Situation im Kreis. Das Problem sei nicht die Härte dieses Winters, sondern seine Hartnäckigkeit. „Für uns verschiebt sich nicht die Frühlingssaison, sie verkürzt sich.“ Stiefmütterchen und Primeln werden vor Ostern gekauft. Danach greifen die Kunden zu anderen Blumen. Die Pflanzen müssten, so Huckfeldt, wie verderbliche Lebensmittel entsorgt werden. Außerdem könnten viele für den Frühling geplanten Beflanzungsprojekte nicht realisiert werden, da Baustellen durch den anhaltenden Bodenfrost nicht vorankommen. Für eine Waldaufforstung wird die Zeit der Vegetationsruhe ebenfalls knapp. Noch ist es zu kalt, um Bäume und Sträucher zu pflanzen. Aber dann könnte es zu schnell zu warm werden.

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02. April 2013, 21:48 Uhr

Viele der Kreisbaumschulen liefern europaweit. Durch den Nachtfrost werden die Transporte der empfindlichen Pflanzen zu einem Problem. Damit die Ware nicht am nächsten Morgen schockgefrostet ans Ziel kommt, nutzen Baumschüler verstärkt die kostenintensivere aber sichere Transportvariante der Kühl-Lkw, die die Pflanzen bei einer konstanten Temperatur knapp über Null Grad zu den wartenden Kunden bringen. Für die igs 2013, die am 26. April eröffnet, sind die Pinneberger Baumschüler dagegen guter Dinge. Auf der internationalen Gartenausstellung werden sich die Baumschulen in Hamburg als eine von fünf Kulturlandschaften unter dem Namen „Pinneberger Baumschulland“ der Öffentlichkeit vorstellen.

Trotz Frost und Schnee läuft bei diesem Projekt alles nach Plan: „Es ist ein straffer Zeitplan bis zur Eröffnung, aber außer dem Aufbau der Infoflächen sind wir fertig. Die Pflanzen hatten wir schon im vergangenen Jahr eingesetzt“, sagt Martina Schneekloth, Sprecherin des Pinneberger Baumschullands auf der igs 2013.

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