Fußball : 5:1 – TSV bricht den Bann

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Neun Tage nach der deutlichen 0:3-Niederlage beim FC Elmshorn empfingen die 1. Herren des TSV Uetersen am Sonntag zum nächsten Landesliga-Derby die SV Lieth. „Wir werden den Gegner zerstören“, hatte TSV-Stürmer Halim Kustul forsch angekündigt. Diesen Worten ließen die Uetersener im heimischen Rosenstadion dann auch die passenden Taten folgen: Bei ihrem 5:1-Sieg schossen sie gegen Lieth in 90 Minuten genau so viele Tore, wie in allen acht vorherigen Punktspielen zusammen.

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25. September 2011, 21:32 Uhr

TSV-Trainer Jörn Borstelmann befand: „Am Ende haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen – es hätte auch 8:1 oder 9:2 ausgehen können, aber leider haben wir einige gute Chancen vergeben!“ Die Uetersener gingen bereits nach sieben Minuten in Führung: Nachdem Marc Güldener im Gäste-Strafraum gelegt worden war, verwandelte Florian Blaedtke den fälligen Elfmeter zum 1:0. Seinen Schuss, der flach im rechten Eck landete, hätte sein im SVL-Tor stehender Zwillingsbruder Sascha Blaedtke allerdings fast gehalten – eine Elfmeter-Rettungstat wäre dem Familienfrieden aber wohl nicht dienlich gewesen ... Nach einer Viertelstunde erhöhte Gezim Sabani nach einem schönen Doppelpass mit dem agilen Philipp Ehlers, als er gegen die Laufrichtung von Sascha Blaedtke, der einst auch das TSV-Tor hütete, zum 2:0 abschloss. Dass die Liether sich nicht vorzeitig aufgaben, zeigte die 24. Minute: Nachdem die Uetersener einen Freistoß zunächst abgewehrt hatten, kam der Ball noch einmal in ihren Strafraum, wo die ansonsten von David Grabke gut organisierte TSV-Abwehr einmal unsortiert war; Tim Henningsen, bis 2010 noch für den FC Union Tornesch am Ball, verkürzte zum 1:2 (24.). Die Rosenstädter hatten den alten Zwei-Tore-Abstand aber bald wieder hergestellt: Nach schöner Kombination über Ehlers und Florian Blaedtke lief der starke Güldner alleine aufs Tor zu und traf eiskalt (33.). Sogar 4:1 hieß es, als Kustul nach Güldner-Pass zunächst freistehend an Sascha Blaedtke scheiterte, Veton Hajrizi im Nachschuss aber vollstreckte (44.). Nach der Pause ließen es die Hausherren dann ruhiger angehen: „Wir haben zu sehr herumgegurkt, anstatt uns den Tor-Frust der letzten Wochen so richtig von der Seele zu schießen“, so Borstelmann, der tadelte: „Unsere Selbstzufriedenheit war zu groß, als dass wir gegen einen schlecht stehenden Gegner entschlossen nachgesetzt hätten!“ Den 5:1-Endstand erzielte Daniel Krohn, der erst in diesem Sommer von Lieth nach Uetersen gewechselt war und nun nach einer Kombination über Hajrizi und Florian Blaedtke freie Bahn hatte (75.). Der andere Ex-Liether, TSV-Torwart Christoph Richter, fing zwei Bälle sicher ab – mehr hatte er vor hundert Zuschauern nicht zu tun.

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