Bebauungspläne : 40 neue Plätze für Häuslebauer

Um eine kurze Darstellung hat der Vorsitzende Wolfgang Burek am Beginn der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses Gerd Kruse vom Planungsbüro „Elbberg“ gebeten. „Wir sind gedrängt“, sagte der Christdemokrat, denn eine Stunde nach Beginn der Sitzung sollte bereits die Gemeindevertretung tagen. Über die Bebauungspläne und eine Änderung des Flächennutzungsplanes war zu befinden. „Dann mach ich das schnell“, antwortete Kruse.

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22. Januar 2015, 20:50 Uhr

Wichtigster Punkt war die Beratung des neuen großen Baugebietes für Moorrege. Ein Investor will auf derzeit landwirtschaftlich genutztem Areal 40 Grundstücke schaffen. 13 in einem ersten und 26 in dem zweiten Bauabschnitt. Der Bebauungsplan 32 befindet sich nördlich der Straße „Voßmoor“ und westlich von „Am Häg“.

„Keine besondere Stellungnahmen“ seien in einem ersten öffentlichen Beteiligungsverfahren eingegangen, erklärte Kruse. „So gut wie keine Änderungen“ mussten vorgenommen werden.

Von privater Seite war auf einer Waldohreule hingewiesen worden, der auf der Rote Liste der gefährdeten Tiere steht. Da der Vogel außerhalb der Brutzeit fotografiert wurde, gehen die Planer davon aus, dass es sich um einen „Gastvogel“ handelt.

Ein Moorreger Ehepaar monierte zudem die Erschließung über die Straße Am Häg. Die wird ausgebaut und mit einem Fußweg versehen. Dadurch verliert die Straße ihren Charakter als Spazierweg, so die Einwänder. Von vielen Moorregern wird sie so genutzt. Kruse verwarf allerdings die als Alternative genannte Erschließung des Bebauungsgebiet über die Straße Voßmoor als ungeeignet.

Einen weiteren Schritt haben die Politiker zur Verlegung eines Betriebes an den Heistmer Weg getan. Der ursprüngliche B-Plan 31 musste jedoch auf Betreiben von Landesplanung und Kreisverwaltung deutlich geändert werden. Ein Grünzug in Richtung Heist soll erhalten bleiben, so dass der Besitzer weniger Häuser bauen kann als anfangs vorgesehen.

Durch den Kreis gekippt wurde zudem eine Ergänzungssatzung, die einem Grundbesitzer das Bauen am Moorkamp ermöglichen sollte. Um zwei Wohngebäude zu errichten, muss nun der Bebauungsplan 33 geschaffen werden, der, so Kruse, den gleichen Inhalt hat wie die Satzung. Einzige Konsequenz: Das Verfahren dauert länger und es wird für den Investor teurer.

Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst, gut 50 Minuten dauerte die Ausschusssitzung. Alle Punkte wurden während der anschließenden Gemeindevertretersitzung abgesegnet. Diese Sitzung dauerte acht Minuten.

Die Pläne beziehungsweise Planänderung werden demnächst ausgelegt, so dass Bürger und Träger öffentlicher Belange Einwände formulieren können.

Legionellen in der Turnhalle

Als Zuhörer nahm der langjährige SPD-Gemeindevertreter und zuletzt stellvertretende Bürgermeister Uwe Mahnke an den beiden Sitzungen teil. Während der Einwohnerfragestunde wollte er von Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg Aufklärung über den Legionellenbefall in der Turnhalle der Grundschule.

Der Christdemokrat bestätigt, dass der Duschbereich der Mädchenumkleide gesperrt ist. Es gibt dort derzeit Arbeiten. Weinberg geht davon aus, dass Duschen und Waschbecken in der nächsten Woche wieder benutzt werden können.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Rainer Jürgensen stellte klar, dass derzeit das Wasser in allen Bereichen der Turnhalle beprobt wird.

Einen Legionellenbefall in der Sporthalle hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben, und zwar im Mädchen- und Jungenbereich. Zuleitungen und Duschen sind damals in umfangreichen Arbeiten ausgetauscht worden.

Um Legionellenbildung zu verhindern, wird das Wasser jetzt heiß in den Waschbereich gepumpt und dort mit kaltem Wasser gemischt. Damit wird verhindert, dass sich die Duschenden unabsichtlich verbrühen.

25000 Euro kostete damals die Sanierung, nach der das Problem grundsätzlich behoben sein sollte.

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