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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 02:37 Uhr

Fußball : 4:5 im Elfmeter-Drama

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am Sonntag griffen die B-Mädchen des FC Union Tornesch nach dem „Double“: Nachdem sie Ende April bereits Hamburger Meister geworden waren, trafen sie nun im Oddset-Pokal-Finale auf den HSV Barmbek-Uhlenhorst. Die FCU-Mädchen waren klarer Favorit und spielten nach einer kurzen Findungsphase auch gut nach vorne. In der achten Minute lag das Führungstor in der Luft: Yasmin Wachter traf aus 18 Metern den rechten Innenpfosten, den Abpraller jagte Kim Kramer von halblinks über das leere Gehäuse. Nach zehn Minuten musste FCU-Keeperin Ronja Krohn erstmals zupacken – mehr hatte sie in der ersten Halbzeit nicht zu tun.

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erstellt am 27.Mai.2013 | 19:45 Uhr

Als Kim Kramer es erneut von halblinks aus versuchte, wehrte BU-Torhüterin Sabrina Hansen gut zur Ecke ab. Diese brachte Kim Kramer von links herein und Yasmin Wachter köpfte den Ball an den rechten Pfosten (13.). Weitere Union-Chancen gab es zunächst nicht. Die Barmbekerinnen standen dicht gestaffelt in der eigenen Spielfeldhälfte, um das Spiel der Tornescherinnen zu zerstören. Eigene Angriffe der BU-Mädchen waren Fehlanzeige: Sie fuhren nicht einmal, als Yasmin Wachter im Mittelkreis wegrutschte, einen Konter (36.). Nachdem Hansen auf Yasmin Wachters Steilpass kurz vor Alla Yanchenko am Ball war (38.), war Pause.

Im zweiten Durchgang änderte sich auf dem Kunstrasenplatz an der Jenfelder Allee nichts an den Kräfteverhältnissen. Bei Dauerregen waren die FCU-Mädchen weiterhin deutlich überlegen. Als Yasmin Wachter aus 18 Metern abzog, lenkte Hansen den Ball irgendwie noch an die Latte (68.). Im Gegenzug tauchte nach einem der vielen langen Bälle von BU plötzlich eine Barmbekerin frei vor Krohn auf, traute sich aber nicht zu schießen, so dass die Keeperin die Kugel aufnehmen konnte.

Dann ging es in die Verlängerung, in der beide Teams Probleme mit der Kraft hatten – und FCU-Coach Reinhard Kramer stand keine Ersatzspielerin zur Verfügung. Kurz vor dem Ende der Extra-Spielzeit kullerte ein Schuss von Yasmin Wachter in Richtung BU-Tor, ehe eine Barmbekerin den Ball auf der Torlinie noch erwischte und an den Pfosten grätschte – der vierte Aluminiumtreffer für Tornesch.

So musste das Elfmeterschießen entscheiden. Mit Kim Kramer, Yasmin Wachter, Kathleen Wongel und Hania Wulff trafen die ersten vier FCU-Schützinnen ebenso sicher wie die ersten vier Barmbekerinnen. Als die fünfte BU-Spielerin über die Latte zielte, bot sich Benita Thiel die Chance, alles klarzumachen: Sie zielte flach rechts und scheiterte an Hansen. Damit ging es im Einzelverfahren weiter: Die sechste BU-Schützin traf, Sophie Plautz zielte in dieselbe Ecke wie Thiel, erneut hielt Hansen. So feierten die Barmbekerinnen den Pokalsieg, während die Tornescherinnen wie vor Jahresfrist (damals 2:3 gegen den HSV) in einem Elfmeter-Drama scheiterten, so dass reichlich Tränen flossen.

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