zur Navigation springen

Regio Kliniken : 340 Mitarbeiter müssen bangen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Für etwa 340 Mitarbeiter der Regio Kliniken beginnt eine Zitterpartie. Der Aufsichtsrat will den Servicebereich umstrukturieren, um jährlich einen Millionenbetrag einzusparen. Gestern beauftragte er die Geschäftsführung zur Aufnahme von Verhandlungen mit dem Betriebsrat.

Von Kündigungen ist bisher nicht die Rede. „Was am Ende das Ergebnis sein wird, wissen wir heute noch nicht. Das wird Bestandteil der Verhandlungen sein“, sagte gestern Pressesprecher Sebastian Kimstädt. Allerdings betonte Angela Bartels, Vorsitzende der Geschäftsführung, in einer Pressemitteilung, „dass der Geschäftsleitung bewusst sei, dass eine Neustrukturierung teilweise erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeiter haben kann. Deshalb streben die Regio Kliniken sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Beschäftigten an.“

Im Blick sind der Reinigungsdienst, die Küche, die Technik, das Archiv, der Hol- und Bringedienste sowie weitere unterstützende Dienstleistungen an den Standorten des Gesundheitsversorgers in Pinneberg, Wedel und Elmshorn. „Im Vergleich zu den meisten direkten Mitbewerbern der Regio Klinik sind die Kosten im Dienstleistungsbereich viel zu hoch“, sagte der zuständige Generalbevollmächtigte der Sana Kliniken, Volker Hippler. Kimstädt zufolge strukturierten die kommunalen Krankenhäuser in Itzehoe und Heide, die privaten Kliniken in Hamburg sowie das kirchliche Albertinenkrankenhaus in der Hansestadt ihre Servicebereiche sehr früh um. Der Elmshorner Gesundheitsversorger will nun nachziehen. Hippler: „Ohne eine spürbare Neuordnung der Tertiärleistungen würden schwarze Zahlen für das Unternehmen in weite Ferne rücken – und dies würde negative Auswirkungen auf alle Mitarbeiter haben.“

Die Regio Kliniken informierten gestern die gesamte Belegschaft, rund 2300 Mitarbeiter, schriftlich über die anstehende Umstrukturierung. Kimstädt rechnet damit, dass sich die Gespräche über einige Monate hinziehen werden. Bartels hofft auf faire und an der Sache orientierte Verhandlungen.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Nov.2014 | 19:39 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert