Schützenfest in Harsewinkel : 300 Kilometer von der Heimat entfernt

50 Jahre währt sie bereits, die Freundschaft mit dem Bürger-Schützenverein (BSV) Harsewinkel bei Gütersloh – 300 Kilometer weit entfernt von der Rosenstadt. Immer wird die kleine Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen von den Mitgliedern des Uetersener Schützenvereins (Grüne Schützen) gerne besucht.

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12. Juli 2015, 21:47 Uhr

So auch anlässlich des viertägigen Schützenfestes, das für die 25 Angereisten so einige Herausforderungen bot.

Zum Beispiel beim Marschieren. Fünf Umzüge gab es, zum Teil bei sengender Sonne. Gemessen wurden bis zu 38 Grad Celsius im Schatten. Zudem wollten der Festkommers, der Heimatabend mit Fackeln und Großem Zapfenstreich sowie ein Kaiserball besucht werden. Der Schlaf hatte Pause, und die Müdigkeit war nicht eingeladen. Während des fröhlichen und sehr bunten Festkommers gab es Ehrungen und Beförderungen. Auch Uetersener Schützen wurden dabei ausgezeichnet. Spannend war der Ausflug in das Mähdrescherwerk der Firma Claas, größter Arbeitgeber in Harsewinkel. Die Führung verlief für alle beeindruckend. Es ist schon beachtlich, was im Werk alles gefertigt wird.

Der Werksbesichtigung folgte ein Empfang im zum Glück kühlen Rathaus mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt. Dirk Behnisch, der Vorsitzende des Schützenvereins, überreichte eine Rosenpflanze für das Rathaus, die im Rathausgarten einen Platz finden soll. Im Anschluss daran gab es ein Mittagessen im Pfarrgarten. Der obligatorische Heimatabend mit viel Unterhaltung mit Gesang und Spaß verlief recht kurzweilig.

So auch der Abend der Proklamation. Schützenkönig wurde Vereins-Vizepräsident Theo Hülsmann. Der hatte diesen Titel vor 20 Jahren schon einmal besessen, so darf er sich nun Kaiser nennen.

Schließlich waren vier anstrengende aber auch fröhliche Tage vorbei.Die Uetersener Schützen bereiten sich jetzt auf ihr eigenes Fest mit Proklamation vor. Für September zugesagt hat bereits die neue Majestät aus Harsewinkel.

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