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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 14:25 Uhr

Politik : 30 Wohnungen an der Reeperbahn?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Je intensiver ein Wohnungsbaugrundstück durch den zu errichtenden Baukörper ausgenutzt werden kann, desto größer ist die Freude für den Investor. Denn der Ertrag steigt. Ganz gleich, ob die Wohnungen verkauft oder vermietet werden sollen.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 19:18 Uhr

Aufgabe der Kommune, die dem Ganzen ihren Segen geben muss, ist es, die städtebauliche Verträglichkeit festzustellen. Manchmal sind die Ansichten über die Ausnutzung von Grundstücken daher verschieden. Während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen stellten Vertreter der Firma Noah aus Heede ihre Pläne für eine Bebauung des zum Verkauf stehenden Grundstückes an der Reeperbahn/Bleekerstraße vor. Zwei dreigeschossige Baukörper (40 bis 44 Wohnungen) sollten nach den Plänen der Investoren entstehen.

Die Politiker ihrerseits hatten sich bereits darauf festgelegt, und so auch beschlossen, die zur Verfügung stehende Fläche zu parzellieren und in vier Einzelhausgrundstücke sowie eine Mischgebietsfläche auszuweisen. Diese beiden Positionen galt es im Ausschuss nun zueinanderzuführen.

Die Interessenten aus Heede erkannten, dass die Politiker des Fachausschusses Bauchschmerzen mit der Dreigeschossigkeit in der Altstadt hatten und sagten, dass sie auch mit zweigeschossigen Blöcken (etwa 30 Wohnungen) leben könnten. Das Gremium signalisierte danach grundsätzliches Wohlwollen. Die Politiker haben aber noch einen weiteren Trumpf in der Tasche. Die Verwaltung hatte die Entscheider im Vorfeld der Sitzung darüber informiert, dass für das zu überplanende Grundstück zwei weitere Interessenbekundungen für das Grundstück in bester Lage vorliegen. Doch die Stadt muss auch an ihre Einnahmen denken.

Wird das Grundstück an die Firma Noah verkauft, erhält die Stadt Einnahmen in Höhe von 457600 Euro, 52000 Euro mehr als eingeplant.

So wurde beschlossen, den anderen Interessenten bis zum 15. Oktober Zeit zu geben, sich zu äußern. Dann habe man noch genug Zeit, sich auf die nächste Sitzung des Ausschusses am 31. Oktober vorzubereiten. Ferner wurde beschlossen, das Angebot der Firma Noah zur Kenntnis zu nehmen. Die abgespeckte (zweigeschossige) Form der Bebauung sei städtebaulich vertretbar.

Die Aufstellung einer Änderung des Bebauungsplanes 90 wurde dementsprechend ebenfalls in Aussicht gestellt.

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