Geburtstagsfeier der Wählergemeinschaft : 20 Jahre BfB: Das war eine tolle Sause

Was war das für eine Sause! 70-er Jahre Live-Musik zum Abtanzen! Das gibt es heute so selten. Die BfB hatte zu ihrem 20. Geburtstag eingeladen und mit der Band Homefield Four (die Jungs kommen aus Hamburg-Heimfeld) dafür gesorgt, dass dieser seltene Moment in Uetersen Wirklichkeit wurde.

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29. April 2013, 22:40 Uhr

Das nutzten die mehr als 90 Gäste, die sich im Saal der Gastwirtschaft „Zur Erholung“ versammelt hatten, und blieben somit nur selten auf ihren Plätzen.

Sogar ein weiterer Geburtstag konnte gefeiert werden: Erich Saemann aus Moorrege, (Kunst im Mittelpunkt) hatte sein Gäste eingeladen, um die Musik zu genießen. Klaus Seidler, Vorsitzender der Wählergemeinschaft Bürger für Bürger, führte die Anwesenden kurz in das Jahr 1993 zurück, als die politischen Verhältnisse vor Ort aufgrund der Querelen in der damaligen SPD-Fraktion alles andere als stabil waren. Die Wiederwahl von Bürgermeister Wolfgang Bromma (SPD) scheiterte damals auch an der mangelnden Geschlossenheit der Sozialdemokraten.

Damals sahen es engagierte Bürger als ihre Pflicht an, einen Kontrapunkt zu setzen. Die BfB wurde gegründet und erreichte aus dem Stand 24 Prozent sowie ein Direktmandat (Klaus Petzold). Zuletzt konnte die BfB 20 Prozent aller Uetersener Wählerstimmen auf sich vereinen. „Wodurch kennzeichnet sich nun die Wählergemeinschaft, beziehungsweise wodurch hebt sie sich von den anderen Fraktionen ab“, fragte Seidler, um gleich vier Antworten als Thesen zu geben: Die BfB verstehe sich als unabhängige Kraft, die, ohne Koalitionsaussage, nur der Sache selbst verpflichtet sei, also dem aus ihrer Sicht Besten für die Rosenstadt.

Zudem beschränke die BfB ihr Tun ausschließlich auf den städtischen Bereich. Überregionale Zusammenschlüsse gebe es nicht.

„Durch diese bewusst eingenommene Position der Unabhängigkeit bieten wir uns in Uetersen als Plattform für Interessierte an, die in der Uetersener Politik mitarbeiten wollen, ohne sich aber einer Partei anschließen zu müssen“, so Seidler. Und außerdem richte die BfB außerhalb der politischen Arbeit Veranstaltungen in Uetersen aus. Diese würden auf große Resonanz stoßen. Beispiele dafür seien das Wintergrillen, die Radtour im Herbst, die beiden Frauenkleidermärkte und die Teilnahme an den vielen Stadtfesten. Seidler freute sich, mit der stellvertretenden Bürgervorsteherin Roswita Grametzki und Bürgermeisterin Andrea Hansen gleich zwei Spitzenvertreter der Rosenstadt begrüßen zu können. Zudem waren Mitglieder der SPD- und CDU-Fraktion zur Party gekommen. Bürgermeisterin Andrea Hansen ließ während ihrer Grußworte das Gründungsjahr ebenfalls Revue passieren. Spannende und turbulente Begebenheiten auf nationaler und internationaler Bühne gab es damals. Uetersen sei damals dabei gewesen, so Andrea Hansen. Der größte Erfolg der BfB sei, dass die Wählergemeinschaft den Zusammenhalt fördere. Konstruktive Zusammenarbeit tue gut. „Ich freue mich auf weitere, gemeinsame Jahre“, so die Bürgermeisterin abschließend.

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