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Regionalleitstelle : 17 Millionen Euro-Baustelle

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Noch sind es lediglich Erdarbeiten, aber der Anblick der Bagger und aufgeschütteten Wälle hebt die Stimmung der 84 Mitarbeiter der Kooperativen Regionalleitstelle in Elmshorn beträchtlich: In der Agnes-Karll-Allee haben die Vorarbeiten für den Neubau begonnen. Mehr als 17 Millionen Euro werden in den kommenden zwei Jahren verbaut, die Kosten für die Leitstellentechnik noch nicht eingerechnet. Auf einen Generalunternehmer verzichtet der Kreis als Bauherr dabei. „Wir schreiben alle Gewerke einzeln aus“, sagte Frank Ponellis vom Gebäudemanagement des Kreises.

Für mittelständische Unternehmen eine gute Sache! „Wir regionalen Betriebe haben auf diese Weise auch die Chance, einen Auftrag zu bekommen“, sagte Matthias Johannssen vom gleichnamigen Tiefbauunternehmen mit Sitz im Raum Schleswig, das für die Erdarbeiten zuständig ist.

Im Winter 2016 soll das moderne Gebäude dicht, ein Jahr später komplett fertig sein. Mit der Einweihung rechnet Ponellis im Sommer 2018. Darauf freut sich Stephan Bandlow, neben Jens Jacobsen Leiter der Regionalleitstelle und zuständig für den Rettungsdienst. „Wir brauchen gute Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen“, sagte er.

Die Belastung für die Mitglieder seines Teams steigt auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels jedes Jahr um vier Prozent. Aktuell laufen bei ihnen 120000 Einsätze auf. Für das Team von Polizeihauptkommissar Jens Jacobsen, zuständig für die Polizei-Leitstelle, sind es 150000 Einsätze. Betreut werden in mehreren Kreisen insgesamt rund 1,2 Millionen Menschen.

Sowohl Jacobsen als auch Bandlow loben das Konzept der Kooperativen Regionalleitstelle, in der auch der Katastrophenschutz des Kreises seinen Sitz hat. „Kurze Wege, jeden Tag gemeinsame Besprechungen, das ist ein echtes Erfolgsmodell“, so Bandlow. Die 2001 erbauten und 2008 erweiterten Gebäude der alten Leitstelle liegen dem Neubau gegenüber. Sie sind für die wachsende Zahl der Mitarbeiter zu klein, die Technik ist nicht für das aufwändige Leitstellensystem ausgelegt, die Lüftung funktioniert schlecht oder gar nicht, weshalb die Toiletten in Container ausgelagert wurden. Bis 2013 war der Kreis Mieter in der von einem Investor finanzierten Immobilie, dann wurde er Besitzer. Was mit den leer stehenden Räumen nach dem Umzug passiere, sei noch nicht klar, sagte Projektleiterin Kerstin Kiesel. „Wir haben viele Ideen und erarbeiten jetzt ein Konzept.“

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erstellt am 28.Sep.2015 | 21:30 Uhr

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