Protest : 160 Bürger lautstark unterwegs

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Etwa 140 Bürgerinnen und Bürger jeden Alters hatten sich Sonnabendvormittag am Bahnhofsvorplatz eingefunden, um deutlich zu machen, dass sie nicht mit den Plänen der Polizeidirektion Bad Segeberg einverstanden sind. Denn die Pläne sehen vor, die Tornescher mit der Uetersener Polizeiwache zum 1. März 2016 zusammenzulegen und damit den Standort Tornesch aufzugeben.

shz.de von
10. Mai 2015, 22:07 Uhr

Organisiert hatte die Demonstration der CDU-Ortsvorsitzende Reinhard Nürnberg. Er war 40 Jahre lang in Hamburg Polizist. Anfangs bei der Schutzpolizei und später, bis zur Pensionierung, bei der Kriminalpolizei. Durch seine berufliche Tätigkeit weiß er um die Bedeutung von polizeilicher Ermittlungs- und Präventionsarbeit nahe am Bürger. Und so war Reinhard Nürnberg nicht nur mit einem Megaphon, durch das er die Tornescherinnen und Tornescher aufrief, sich dem Demonstrationszug gegen die Schließung der Polizeiwache anzuschließen, gekommen, sondern auch in seiner Polizeimeisteruniformjacke, die er 1977 getragen hatte. Laut skandierten die Versammelten „Wir wollen unsere Polizeiwache behalten!“ und setzten sich in Richtung Polizeiwache in Bewegung. Polizeikräfte des Reviers Wedel sorgten mit zwei Fahrzeugen für die Sicherheit des Demonstrationszuges, der sich auf der Ahrenloher Straße bis zur Polizeiwache am Thujaweg bewegte. Unterwegs schlossen sich weitere Bürgerinnen und Bürger an, so dass sich vor der Wache etwa 160 Tornescher und Tornescherinnen, die die Polizeiarbeit vor Ort wertschätzen, versammelten. Der CDU-Ortsvorsitzende Reinhard Nürnberg rief sie auf, sich auch am heutigen Montag, 11. Mai, im Rathaus einzufinden. Dort tagt um 19 Uhr in öffentlicher Sitzung der Hauptausschuss und werden Frank Matthiesen von der Polizeidirektion Bad Segeberg und Torsten Schmidt, Leiter des Polizeireviers Wedel, über die vorgesehene Schließung der Tornescher Polizeiwache informieren. „Lassen Sie uns dort deutlich machen, dass Sicherheit vor Wirtschaftlichkeit stehen muss“, rief Reinhard Nürnberg den Demonstranten entgegen. „Bei einer gemeinsamen Wache in Uetersen sind die Polizeikräfte viel zu weit weg, wenn in Tornesch etwas passiert. Und Ansprechpartner vor Ort sind wichtig für die allgemeine Sicherheit“, ist auch die Meinung von Gunter Kissel. Er hat mit seinen drei Kindern, sieben, fünf und zwei Jahre alt, an der Demonstration teilgenommen.

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