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Grundschulen : 158 Schüler für Klassenstufe 1

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Einschulungszahlen beider Grundschulen liegen vor. Demzufolge beabsichtigen 85 Eltern ihre Kinder an der Friedrich-Ebert-Schule einzuschulen, 73 Eltern haben sich für die Birkenalleeschule entschieden. Das sind 158 Kinder. In der Prognose, die dem Schulamt des Kreises Pinneberg vorliegt, ist noch von 174 Kindern die Rede, die zum Schuljahr 2016/17 die Uetersener Grundschulen erreichen sollen. Eine noch unbekannte Größe stellen Wiederholerkinder dar, also Mädchen und Jungen, die die dreijährige Eingangsphase an Grundschulen nutzen, sowie DaZ-Kinder. Das sind Schüler, die bislang im DaZ-Zentrum an der Birkenalleeschule unterrichtet werden, um die deutsche Sprache zu erlernen.

Weiter unbekannt ist die Zahl der Flüchtlingskinder, die im kommenden Jahr Uetersen zugewiesen werden. Das Schulamt stützt sich dabei auf Landeszahlen, demnach könnte mit 50 Kindern im Grundschulalter gerechnet werden. Weitere zwölf bis 13 also für Klassenstufe eins. Dennoch wird es in dieser Woche spannend. Schulrat Dirk Janssen hatte angekündigt, der vom Schulträger (Stadt Uetersen) beabsichtigten Zweizügigkeit zu widersprechen. Aufgrund der Prognose (174 Kinder) und den Erwartungen (Flüchtlingskinder) hatte er gesagt, dass er die Kapazitätsbegrenzung für beide Uetersener Grundschulen (der Schulträger hatte auch beantragt, die Birkenalleeschule vierzügig auszubauen) für nicht verantwortbar halte.

Darüber hatte Janssen die Stadt unterrichtet und um eine Stellungnahme gebeten. Diese dürfte er in dieser Woche erhalten, verbunden mit den aktuellen Zahlen. Inwieweit er nach Vorlage der Fakten bei seiner Absicht bleibt oder neu entscheidet, bleibt abzuwarten. Die nun im Raum stehenden sechs erste Klassen, die in Uetersen zum Schuljahr 2016/17 gebildet werden, könnten sehr unterschiedliche Größen aufweisen. Gesetzt den Fall, das Schulamt unterstützt das Uetersener Vorhaben, und für die Friedrich-Ebert-Schule wird eine Zweizügigkeit festgestellt, läuft der Schulträger Gefahr, juristische Auseinandersetzungen anzuschieben. Denn Eltern genießen die freie Schulwahl und können vor dem Verwaltungsgericht auf Beschulung klagen und zwar bis zum festgelegten Klassenteiler von 29 Schülern. Maximal 58 Kinder müssten bei einem Erfolg an der Friedrich-Ebert-Schule eingeschult werden, bleiben 100 Kinder für die Birkenalleeschule, die dann vierzügig wäre, mit durchschnittlich jeweils 25 Kindern. Es bleibt also viel Raum für Spekulationen und strategische Gespräche. Dazu kommt das beabsichtigte Bürgerbegehren aus dem Elternumfeld beider Grundschulen. Wird am Ende dieses zweistufigen Verfahrens Kraft eines Bürgerentscheides festgelegt, dass Uetersen an der Friedrich-Ebert-Schule (an)bauen muss, um so dort die Dreizügigkeit zu unterstützen, sind mögliche Entscheidungen heute schnell Makulatur. Alle Überlegungen lassen möglicherweise einen Kompromiss zu Tage treten, der schon einmal von Verwaltungsseite ins Gespräch gebracht worden ist, damals aber von den beiden großen Fraktionen (SPD und CDU) verworfen worden war: Der Beschluss auf Einrichtung der Zweizügigkeit an der Friedrich-Ebert-Schule bei gleichzeitigem Ausbau der Birkenallee-Schule auf vier Züge wird ein Jahr ausgesetzt und für das Schuljahr 2017/18 vorgemerkt. Am Donnerstag tritt der Bildungsausschuss zusammen, der sich zunächst wohl mit dem Schreiben des Schulamtes und dann mit weiteren Fragen, die Uetersener Grundschullandschaft betreffend, befasst. Sitzungsbeginn ist um 19 Uhr. Die Zusammenkunft der Politiker im Rathaus der Rosenstadt, Wassermühlenstraße, ist öffentlich.

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erstellt am 09.Nov.2015 | 21:21 Uhr

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