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Weihnachtskonzerte in Uetersen : 1500 Gäste bei den Chorknaben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weihnachtskonzerte Knaben- und Männerstimmen singen Weihnachtslieder aus fünf Jahrhunderten.

Uetersen | Über einen großartigen Anklang konnten sich die Chorknaben auch dieses Jahr wieder bei ihren drei Weihnachtskonzerten in der Klosterkirche, die insgesamt rund 1500 Gäste anlockten, freuen. Neben den Knaben- und den Männerstimmen waren auch die Jungen der Vorchöre dabei, viele davon waren das erste Mal auf der Bühne.

Mit dem Adventslied „Veni, veni, Emmanuel“ zogen die Jungen und jungen Männer singend in die Kirche ein, gemeinsam präsentierten sie „Machet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt. Wie immer war der Klang der glockenhellen Knaben- mit den dunklen Männerstimmen, der das Kirchenschiff voll ausfüllte, ein besonderes Erlebnis.

Matthias Rennstedt, Zweiter Vorsitzender der Chorknaben“, begrüßte die Gäste im Namen des Vorstands. „Wir sind sehr froh, dass die Knabenstimmen gestern ihre neue Chorkleidung präsentieren durften, denn die alte war schon in die Jahre gekommen“, freute sich Rennstedt und dankte den Hauptsponsoren, der Sparkasse Südholstein und dem Kreis Pinneberg. Unter allgemeinem Gelächter wiesen einige Chorknaben mit den Gesten von Bordstewards auf die Notausgänge hin. Die Jungen der Vorchöre ab sechs Jahren sangen zusammen mit den Älteren unter anderem „Kommet, Ihr Hirten“ von Helmut Wormsbächer in einer Kanon-Version, zur Konzertmitte waren sie dann entlassen. „Manchmal ist nicht das Singen das Schwierigste, sondern das Zwischendurch-still-Sein, und manche haben das schon ganz gut hingekriegt“, lobte Chorleiter Hans-Joachim Lustig seine Nachwuchstalente schmunzelnd.

Die Knaben- und Männerstimmen sangen „Magnificat“ aus dem 17. Jahrhundert von Johann Pachelbel und die meist leise und melancholische, aber auch mal furiose „Hymn to the virgin“ von Benjamin Britten aus dem 20. Jahrhundert. „Im vergangenen Jahr, unserem Jubiläumsjahr, hatten wir Besuch von zwei Gastchören aus Lübeck und Göttingen. Im Herbst, auf unserer Konzertreise, haben wir den Göttingern einen Gegenbesuch abgestattet und diese beiden Stücke vorgetragen“, erzählte Lustig dem Publikum.

Stück von 1971 wurde neu arrangiert

Viele Lieder wurden auf den diesjährigen Weihnachtskonzerten allein vom Männerchor gesungen, darunter „Bis willkommen/Marien wart ein bot gesant“ oder „O Heiland, reiss…“. „Das liegt daran, dass die Männerstimmen Ende Januar eine Weihnachts-CD aufnehmen“, erklärte Lustig. Da das Label in Innsbruck ansässig ist und der Österreicher liebstes Weihnachtslied „Immer, wenn es Weihnacht wird“, ist, erklang auch dieses in der adventlich geschmückten Klosterkirche. Das Stück „Run, Shepherds, run“ von Markus Detterbeck aus dem Jahr 1971 wurde vom Komponisten eigens für die Männerstimmen der Chorknaben neu arrangiert, denn man hatte sich auf einem Workshop persönlich kennengelernt. Für die Präsentation dieses Liedes „mit vielen trickreichen Stellen“, so Lustig, ernteten die jungen Männer tosenden Applaus.

Zwischen den Blöcken spielte Maik Hoppe Stücke auf der Harfe. Während sich „Vallon Mystérieux“ von Félix Gofefroid aus dem 19. Jahrhundert weich und fließend anhörte, präsentierte der Musiker mit „Angels we have heard on“ aus den 1960er Jahren von Frank Volz ein modernes, kompliziertes Stück.

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