Neujahrsempfang : 150 Gäste lauschen den Chorknaben Uetersen

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Rückblick auf erfolgreiches Jahr 2017. Der Chor hat eine Einladung nach Südafrika erhalten.

shz.de von
22. Januar 2018, 12:00 Uhr

Uetersen | Der große Saal der Gastwirtschaft Zur Erholung reichte gerade so aus − rund 150 Gäste waren am Sonnabend der Einladung zum Neujahrsempfang der Chorknaben Uetersen gefolgt, der musikalisch mit einem Gesangsstück des gesamten Konzertchores (84 Sänger) eröffnet wurde. Zum ersten Mal dabei waren die Jungs, die die Zeit der Vorchöre mit Beginn des neuen Jahres hinter sich gelassen haben und nun zu den Großen gehören. Dass auch sie ganz Großes zu leisten imstande sind, durften die Gäste bei Ratjen als erste erfahren − hörbar erfahren. Ganz Großes − das haben die Chorknaben auch 2017 geleistet. Zum Beispiel in Barcelona, beim WeltChorSymposium. 

Leidenschaft für den Chor

Die Männerstimmen vertraten als einer von zwei deutschen Chören die Farben des Landes und natürlich die ihrer Stadt − Uetersen. Kontakte seien damals geknüpft worden, berichtete Chorleiter Hans-Joachim Lustig. Kontakte, die auch Einladungen hervorgebracht hätten. Eine würde die Chorknaben nach Südafrika führen. Es wäre prima, wenn das gelänge, so Lustig, dem seine große Leidenschaft der Sache wegen auch bei diesem Gedanken anzumerken war. Leidenschaft − diese Vokabel nutzte Lutz Wesch, der Vorsitzende des Fördervereins, als er sie in den Mittelpunkt seiner Grußworte stellte. Wesch war zu Zeiten von Chorknabengründerin Ilse Rieth aktiver Sänger. Schon damals habe die Leidenschaft das aktive Wirken im Chor beflügelt, zum Beispiel vor Publikum auftreten zu dürfen. „Und das ist auch noch heute so“. Leidenschaftliche Menschen lebten mit großer Klarheit und sorgten für Fortschritt. Sie inspirierten andere, denn, so Wesch, „Leidenschaft ist ansteckend.“

Bürgermeisterin Andrea Hansen wusste ein Rezept gegen schlechte Laune: Musik der Chorknaben Uetersen. Ihr, der Politik, dem Kreis, den vielen Unternehmern, seinen Vorstandskollegen aber auch den Eltern widmete Vorsitzender Thorsten Mann-Raudies seine Aufmerksamkeit. Sein Dank galt allen Förderern und Helfern des Chors.

Musikalischer Gast war der Akkordeonist Leonid Klimaschewski aus Tornesch, der die Chorknaben seit einiger Zeit bei Aufführungen begleitet. Virtuose Musikstücke wurden von ihm mit scheinbarer Leichtigkeit vorgetragen. Heute startet ein großes Crowdfunding-Projekt für die CD-Produktion „Odi et amo 2.0“ von Ugis Praulins. Der lettische Komponist war am Sonnabend mit seiner Band zu Besuch in Uetersen.

Im Chorheim wurde an ganz neuen Klangwelten für dieses Oratorium für Chor und Rockband geprobt. Mehr zur Crowdfunding-Kampagne gibt es im Internet unter der Adresse: www.startnext.com/ ChorknabenUetersen.

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