Statistik : 1016 Straftaten im vergangenen Jahr

Auch wenn die vorliegenden Zahlen der Kriminalitätsstatistik ausweisen, dass in Tornesch, Heidgraben und Groß Nordende die Straftaten von 973 (im Jahr 2012) auf 1016 (+4,4 Prozent) im Jahr 2013 gestiegen sind, bestehe kein Grund zur Panik, so Polizeihauptkommissar Hans-Otto Crantz, Leiter der Tornescher Polizeistation. Die etwa 16000 Menschen des Einzugsgebietes seiner Polizeistation leben sicher und auch gut geschützt.

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12. März 2014, 20:47 Uhr

„Wir hatten drei Jahre hintereinander sinkende Zahlen und vor zwei Jahren waren wir von der Kriminalitätstatistik her die sicherste Stadt im Kreis. Nun haben sich die Zahlen offenbar eingepegelt“, so der Stationsleiter. Von den 1016 Straftaten (Aufklärungsquote: 42 Prozent) sind 16 in Groß Nordende und 60 in Heidgraben begangen worden. Während die Zahl der Gewaltdelikte, zu denen Raubüberfälle, Körperverletzungen und auch das so genannte „Abzocken“ gehören, von 112 auf 96 gesungen ist (-14,3 Prozent; Aufklärungsquote: 92,7 Prozent), hat die Anzahl der Sachbeschädigungen allerdings um fast 30 Prozent zugenommen. Waren 2012 insgesamt 108 solcher Strafttaten gemeldet worden, so waren es im vergangenen Jahr 140. Auch Autoaufbrüche hat es mehr gegeben. 2012 waren 28 Fälle gemeldet worden, im Jahr 2013 wurden 41 Autoaufbrüche mit Diebstahlsdelikten aus Fahrzeugen zur Anzeige gebracht.

Gestiegen von 11 auf 19 ist auch die festgestellte Zahl von Drogendelikten. „Es handelt sich dabei um keine großen Sachen. Zum Teil wurde durch Überprüfungen anderer Art festgestellt, dass jemand kleinere Mengen Drogen bei sich hatte oder verkaufen wollte“, erläutert Polizeihauptkommissar Hans-Otto Crantz den Sachverhalt.

Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr 36 zur Anzeige gebracht, im Jahr 2012 waren es 33. Da die Zahl der gemeldeten Ladendiebstähle 2013 bei nur 14 lag (2012: 19) geht der Stationsleiter davon aus, dass es eine „Dunkelziffer“ gibt. „Wir können nur an Ladenbesitzer appellieren, bei Vorfällen die Polizei einzuschalten. Nur so können wir bei Kindern und Jugendlichen den Anfängen wehren, mit ihnen und den Eltern ins Gespräch kommen und Folgetaten verhindern“, so der Polizeibeamte. Er wendet sich auch mit einem Appell an Fahrradbesitzer: nämlich, die Fahrradnummer zu notieren, so dass sie im Fall eines Fahrraddiebstahls zur Identifizierung des Rades herangezogen werden kann. 150 Räder wurden im vergangenen Jahr als gestohlen gemeldet, doch die meisten Geschädigten hätten die Fahrradnummer nicht nennen können. Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstahl lag im vergangenen Jahr lediglich bei 3,9 Prozent.

Nicht zur Kriminalitätsstatistik gehören die seit 2012 in Tornesch begangenen sechs schweren Brandstiftungen. Ein gelegtes Feuer Anfang des Jahres in einem Holzschuppen an der Uetersener Straße hatte mit der Auto-Brand-Serie unter Carports und an Häusern nichts zu tun und wurde aufgeklärt.

Präventionsarbeit und Polizei-Schulpatenschaften zeigen Wirkung

Ein lokaler Schwerpunkt für Straftaten, wie etwa das Bahnhofsumfeld, ist in Tornesch nicht auszumachen. „Es gibt keine Auffälligkeiten“, so Polizeihauptkommissar Hans-Otto Crantz. Die erheblich gesunkene Zahl der Gewalt- und „Abzieh“-Delikte (96) – in den Vorjahren hatte es noch 180 bis 200 Fälle gegeben – führt der Stationsleiter auf die Präventionsarbeit und die Polizeischulpatenschaften zurück. So arbeitet Polizeihauptmeister Oliver Fritzler seit zehn Jahren als Ansprechpartner mit der Klaus-Groth-Schule erfolgreich zusammen. „Diese Arbeit und die Arbeit der anderen Schulpaten trägt Früchte“, so Crantz.

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