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Uetersener Nachrichten

24. November 2017 | 15:52 Uhr

Energiewende : 1000 Euro für Photovoltaikanlage

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sparen oder Geld ausgeben? Vor dieser Frage standen die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung. Denn zwei Möglichkeiten lagen den Politikern vor, um die Energiewende der Bundesregierung auf der dörflichen Ebene umzusetzen.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2011 | 20:25 Uhr

Die CDU setzt auf eine Förderung der Photovoltaik. „Nach dem endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie muss Strom aus Windkraft und Solarenergie geschaffen werden“, begründete der Fraktionsvorsitzende Georg Plettenberg den Antrag. Es sollen allerdings nur private Neuanlagen gefördert werden. War in dem ursprünglichen Antrag der Christdemokraten von einem Zuschuss über 250 Euro ausgegangen worden, so ist diese Summe im Rahmen der Beratungen auf 1000 Euro angehoben worden. Die dafür notwendigen Mittel sollen aus der Rücklage der Gemeinde genommen werden. Eine Schätzung über die auf Moorrege zukommenden Ausgaben gibt es nicht. SPD und Bündnis 90/Die Grünen befürworten das Ansinnen. Der sozialdemokratische Fraktionsvorsitzende Uwe Mahnke kritisierte jedoch die Form des Antrages in drei dürren Sätzen: „Wenn wir so ein Papier eingebracht hätten, würde uns die CDU-Mehrheitsfraktion es um die Ohren hauen.“

Nicht ganz klar ist allerdings, ob die Förderung durch die Kommune Auswirkungen auf weitere finanzielle Hilfen, etwa seitens des Bundes hat. Um zu verhindern, dass dann den Photovoltaikfreunden weitere Fördergelder entgehen, soll dies noch geprüft werden. Bei den Grünen setzt man auf das Sparen. „Fifty-Fifty“ an der Grundschule heißt ihr Zauberwort. Fraktionssprecher Helmut Kruse erklärte süffisant, dass die CDU-Initiative zur Photovoltaik „eine gute Ergänzung zu unserem Antrag“ sei. Bereits vor einigen Jahren hatten die Ökopaxe den Antrag gestellt und waren an der Union gescheitert. Diesmal wollte man nicht so rabiat vorgehen. Der Antrag soll noch einmal in den zuständigen Ausschüssen beraten werden, wo er allerdings schon einmal abgelehnt worden war.

Fifty-Fifty ist eine freie Initiative, die mittlerweile an über 3500 Schulen in Deutschland realisiert wird. Zu ihren Förderern gehört der ehemalige CDU-Bundesumweltminister Klaus Töpfer. Dabei erhalten die teilnehmenden Schulen 50 Prozent der durch bewusstes Nutzerverhalten eingesparten Energiekosten zur freien Verwendung. Die anderen 50 Prozent verbleiben beim Schulträger, also bei der Gemeinde Moorrege. Dieser Anreiz trägt zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Senkung der Kosten bei.

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