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Bauprojekt : 100 neue Kita-Plätze für Tornesch

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Für 2,3 Millionen Euro will der Hamburger Verein Wabe in Tornesch einen neuen Kindergarten bauen. Ab August 2013 sollen sich auf fast 1200 Quadratmetern 60 Elementar- und 40 Krippenkinder tummeln.

shz.de von
erstellt am 28.Jun.2012 | 22:20 Uhr

Den Bauplatz östlich der Bahnlinie nach Elmshorn an der Pommernstraße hat der Verein für rund 450000 Euro gekauft. „Das Grundstück liegt sehr günstig“, sagte die pädagogische Wabe-Leiterin Gabriele Gramann während der jüngsten Sozialausschusssitzung. Durch die Nähe zum Bahnhof hätten es Pendler leicht, ihre Kinder abzugeben.

Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen, aber es gibt Entwürfe. Angedacht ist ein eingeschossiges Gebäude in U-Form. Der Südflügel soll den Elementarkindern, der nördliche Teil den Krippengruppen gehören. Diese Aufteilung bietet sich an, da die Unterdreijährigen in der Kita schlafen sollen. Nach Norden ausgerichtete Räume eignen sich dafür am besten. Geplant sind zwei Schlafzimmer.

Der Eingang wird sich in dem Trakt zwischen den Flügeln befinden. Die Besucher gelangen von dort zu einer Elternecke, in der sich Väter und Mütter von ihrem Nachwuchs verabschieden. Die Kleinen gehen dann vorbei an einer Cafeteria für die Jungen und Mädchen ab vier Jahren, einer Kinderküche und Büros zu ihren Garderoben. Die Krippengruppen essen unter sich.

Durch das einseitig ansteigende Pultdach werden die Räume hoch ausfallen. Bodentiefe Fenster lassen viel Licht hinein. In den größten Krippenraum (etwa 100 Quadrameter) soll eine Hochebene eingezogen werden. „Die Kinder finden dort ihre Höhlen und Nischen zum Schlafen“, erläuterte Gramann. Durch einen Netztunnel können sie in einen Erzählturm krabbeln.

Wabe betreibt in 19 Kitas in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern eine offene Arbeit. „Die Kinder haben eine Bezugsperson, die sie selbst wählen“, so Mitarbeiterin Hanne Feldhaus. Es gibt keine Gruppen-, sondern Themenräume. Die Elementarkinder können sich mit Klang und Tanz, Bauen und Konstruktion, Rollenspielen oder Bewegung auf Leitern und Hockern nach dem Konzept der Pädagogin Elfriede Hengstenberg beschäftigen. An den Ideen der Kinderärztin Emmi Pikler orientiert sich der Sportraum der Krippenkinder. In einer Literacy-Lounge lesen Erzieher vor. Die Bilderbuchseiten werden dort an die Wand projiziert.

In beiden Flügeln sind Wellnessräume mit Infrarot-Saunen und Wannen geplant. „Das wird täglich genutzt. Ein kleiner Saunagang nach dem Mittagessen bringt den Körper zur Ruhe“, so Gramann.

Der Bund gibt für die Krippe 760000 Euro, Kreis und Stadt für zwei Elementargruppen insgesamt 370000 Euro. Nachdem Uetersen das Angebot ausschlug, die dritte Gruppe zu belegen, hofft Tornesch, dass Betriebe finanziell einsteigen. Sie würden dafür Belegungsrechte erhalten.

Wie jede Wabe-Kita soll auch die Tornescher einem Schwerpunkt folgen. Im Gespräch ist das Thema „Generationsübergreifendes Miteinander“. Dazu passt, dass die Stadt einen Jugendraum in die Kita integrieren will. Sobald die Kosten feststehen, wird der Ausschuss darüber entscheiden.

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