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Jubiläum : 100 Jahre Schützen im Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Er ist die Dachorganisation für 19 Vereine im Kreis Pinneberg und vereint 2100 Sportlerinnen und Sportler: der Kreisschützenverband. Gestern vor 100 Jahren wurde er gegründet, heute beginnt mit einem Empfang das Jubiläumsjahr.

Den Gründern ging es in erster Linie darum, professionell organisierte Schießsportveranstaltungen anbieten zu können, als sie den Schützenbund des Kreises Pinneberg, wie er damals noch hieß, im Pinneberger Bahnhofshotel ins Leben riefen. Er wurde eingetragen als Unterbezirk des Norddeutschen Schützenbundes und bekam auf Anhieb zehn Mitgliedsvereine: Pinneberg, Roland Wedel, Wedel u. Umgebung, Uetersen, Elmshorn, Barmstedt, Ochsenzoll, Krupunder sowie Egenbüttel u. Umgebung traten ihm bei. Wie richtig die Entscheidung der Gründerväter war, zeigten die folgenden Monate, denn bereits im Mai gehörten dem Kreisverband 19 Vereine an. Die Zahl hat sich bis heute nicht verändert. „Wir haben Bogenschützen und Kugelschützen, also solche, die mit Luftdruck- und Feuerwaffen schießen“, sagte Bernd Röding, seit 2010 Vorsitzender des Kreisschützenverbandes.

Er wird in seinem Rückblick heute Abend auch auf die wechselvolle Geschichte eingehen, geprägt von zwei Weltkriegen. 1914, kurz nach der Gründung des Kreisverbandes, stagnierte die Arbeit bereits wieder. „Die Menschen hatten ganz andere Sorgen und keine Zeit, sich auf den Sport zu konzentrieren“, so Bernd Röding. So leicht allerdings lassen sich Schützen nicht unterkriegen, und so gab es bereits 1920 wieder einen geregelten Sportbetrieb auf Kreisebene.

In den 1930er Jahren musste der Vorstand dann den nächsten Rückschlag hinnehmen: Der Kreissportverband, der inzwischen im Schützenbund Westholstein aufgegangen war, wurde von den Nationalsozialisten verboten.

Es folgten 20 Jahre, die die Sportschützen notgedrungen in einer Art Dornröschenschlaf verbrachten, der erst 1953 mit der Gründung des Schützenbezirks Elmshorn endete. In den folgenden Jahren taten sich die Kreisverbände Pinneberg und Segeberg zusammen, ihre Wege trennten sich erst 1972 wieder. Die Pinneberger brauchten von dem Zeitpunkt an weitere zwölf Jahre, um sich endlich eine eigene Satzung zu geben und die Eintragung ins Vereinsregister vorzunehmen.

Für heute Abend erwartet Röding weit über 100 Gäste, darunter auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann. In den folgenden Monaten wird dann vor allem sportlich gefeiert mit 3D-Bogenturnier, Ko-Schießen, Jubiläumsmarsch und der Proklamation des Jubiläumskönigs in der Drostei.

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erstellt am 06.Feb.2014 | 19:40 Uhr

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