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Finanzierung : 10 Jahre Förderung für Hochbegabte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie haben schon im Kleinkindalter einen auffällig großen Wissensdurst, bringen sich Lesen, Schreiben und Rechnen häufig selber bei: Zwei bis drei Prozent aller Kinder in Deutschland haben einen Intelligenzquotienten von mehr als 130 und gelten damit als „überdurchschnittlich intellektuell befähigt“. Was ein Geschenk sein sollte, wird für die Betroffenen und ihre Familien nicht selten zur Belastung, denn die außergewöhnlichen geistigen Fähigkeiten lassen Hochbegabte für Unwissende manchmal verhaltsauffällig erscheinen.

Damit eine daraus resultierende mögliche Ausgrenzung verhindert wird, sollten Hochbegabte früh gezielt gefördert werden. Ein Modellprojekt des Landes Schleswig-Holstein setzt schon bei den Vorschulkindern an: Seit inzwischen zehn Jahren organisieren die Arbeiterwohlfahrt, die Schulpsychologische Beratungsstelle des Kreises Pinneberg und die Stiftung der Sparkasse Südholstein Lernworkshops, die helfen sollen, den „Lern-Appetit“ hochbegabter Kinder zu befriedigen. Bei dem Besuch eines Kurses in der Pinneberger AWO-Kindertagesstätte Dolli-Einstein-Haus sagte Martin Deertz, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Stiftung, jetzt zu, das Unternehmen werde auch in Zukunft mit seinen Fördermitteln „einen Beitrag zur Sicherung des Projektes leisten“. Seit Beginn haben 405 Kinder die insgesamt 42 Kurse besucht. In diesem Jahr beteiligen sich 53 Kinder und beschäftigen sich außerhalb der regulären Kindergartennzeiten mit Themen wie „Auf der Suche nach Mathematik“, „Dem Lächeln der Mona Lisa auf der Spur“, „Experimentieren mit Kindern“, „Kunst“ und „Von der lustigen Vier und der Acht, die sich verlaufen hat“. Begleitet werden die Kinder dabei von jeweils zwei Erzieherinnen. „Gerade hochbegabte Kinder im Vorschulalter haben nur sehr wenig Möglichkeiten, ihre Talente und besonderen Fähigkeiten zu nutzen“, sagte Martin Deertz. Vor diesem Hintergrund sei es besonders schön zu sehen, mit welchem Feuereifer sie bei der Sache seien. Der Stiftungschef ließ sich bei seinem Besuch im Dolli-Einstein-Haus gemeinsam mit Marlen Bartels von den Erlebnissen der Kinder berichten. Die Leiterin des Schulpsychologischen Dienstes hat das Projekt von Beginn an begleitet, verabschiedet sich Ende des Monats allerdings in den Ruhestand.

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erstellt am 25.Mär.2012 | 21:47 Uhr

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