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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 22:12 Uhr

1:0-Sieg mit Thiel im Tor

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als Zuverlässigkeit in Person auf der rechten Defensivseite setzt Benita Thiel bei den 1. Frauen des FC Union Tornesch auch immer wieder Offensivakzente ‒ und schoss am 20. September beim 2:1-Derbysieg gegen den SC Pinneberg ein ganz wichtiges Tor. Als die Union-Frauen nun am Sonntagnachmittag bei Grün-Weiss Eimsbüttel gastierten, gab es eine neue Aufgabe für Thiel: Sie übernahm den Posten zwischen den Pfosten, weil Stammtorhüterin Saskia Schippmann im Urlaub weilte. „In der Jugend hat Benita oft und sehr gut im Tor gespielt“, hatte Reinhard Kramer, Sportlicher Leiter des Frauen- und Mädchen-Fußballs beim FCU, deshalb vor dem Anpfiff keine Bauchschmerzen.

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erstellt am 29.Okt.2015 | 20:44 Uhr

Und tatsächlich bot Thiel eine tadellose Leistung: Allzu oft waren ihre Fangkünste zwar nicht gefragt, doch sie spielte hervorragend mit. Und so trug Thiel dazu bei, dass es die Union-Frauen im Kampf um Verbandsliga-Punkte im Wolfgang-Meyer-Stadion besser machten als exakt vier Wochen zuvor, als sie durch eine unnötige 2:3-Niederlage bei jenen GWE-Frauen bereits in der 2. Runde aus dem Oddset-Pokal ausgeschieden waren. Dass die Revanche für dieses bittere Pokal-Aus gelang, war für FCU-Coach Mahdi Habibpur keine Selbstverständlichkeit: „Leider haben uns viele Erkrankte und Verletzte gefehlt“, sagte der Trainer, der zwar 14 Spielerinnen im Kader hatte, von denen aber längst nicht alle im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. „Dazu kamen dieselben Probleme wie im Pokalspiel“, so Habibpur, der sich erneut über „einen sehr tiefen Rasen“ und „komische Bälle“ beklagte, aber auch feststellte: „Dieses Mal waren wir präsenter und hätten auch höher gewinnen können!“ So kamen die Union-Frauen vor allem nach Flanken zwar immer wieder vor das Tor der Grün-Weißen, zielten dann aber nicht genau genug. Josefin Lutz schoss am Tor vorbei und Alla Yanchenko in die Arme der GWE-Keeperin Nicole Sitzler, die auch einen Versuch von Nicole Kleinwort parierte. Besser machte es nur Nele Grzenkowitz: Die FCU-Kapitänin, die in der 26. Minute nach einem Zweikampf noch verletzt behandelt werden musste, jagte den Ball nach Alina Wachters Freistoßflanke und dem darauf folgenden Getümmel im GWE-Strafraum brachial ins Netz (44.). „Das war ein richtig schöner Schuss“, lobte Habibpur.

Im zweiten Durchgang versäumten es die Gäste, das zweite Tor nachzulegen. Lutz, Svea Schmidt, Alina Wachter, Johanna Stutzke sowie Kira Möller scheiterten mehr oder weniger knapp und in der 88. Minute traf Schmidt die Latte. Bei Habibpur „überwog aber die Freude über den Sieg“. Zudem stellte der FCU-Trainer stolz fest, dass sein Team nun schon „zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor geblieben ist“ ‒ und das mit Thiel im Tor.

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