Frauenfussball : 0:1 – frühes Pokal-Aus

3243423_800x581_4e7a2a0a04b75.jpg

In der vergangenen Saison waren die Frauen des FC Union Tornesch erst im Halbfinale des Oddset-Pokals am späteren Pokal-Sieger SV Wilhelmsburg (2:4-Heimpleite) gescheitert.

shz.de von
21. September 2011, 20:14 Uhr

Nun „erwischte“ es die Tornescherinnen bereits in der 1. Runde: Am Sonnabend verabschiedete sich die Elf von FCU-Coach Peter Eberhardt durch eine 0:1-Heimniederlage gegen den Verbandsliga-Rivalen Bramfelder SV frühzeitig aus dem attraktiven Pokal-Wettbewerb.

„Das ist sehr schade, aber unser Team hat eine starke Leistung gezeigt“, so Union-Spielerin Yvette Schilke, die das Geschehen angeschlagen nur von der Seitenlinie aus verfolgen konnte und betonte: „Uns fehlen momentan sehr viele Verletzte, weshalb die Leistung noch höher einzuschätzen ist!“ Die Bramfelderinnen traten, als Verbandsliga-Spitzenreiter, als klarer Favorit an der Friedlandstraße an. In der elften Minute wären sie beinahe schon in Führung gegangen: Eine BSV-Stürmerin lief alleine aufs Union-Tor zu, traf aber nur den Außenpfosten. Drei Minuten später gab Saskia Bannert den ersten Tornescher Torschuss ab, den die Gäste-Keeperin allerdings abfing. Bereits nach 20 Minuten musste Eberhardt dann Meike Bollin, die unter Knieproblemen litt, auswechseln. Die Partie wog nun hin und her: Die BSV-Torhüterin fing einen Bannert-Eckstoß gut ab (25.) und kam auch mehrmals stark aus ihrem Gehäuse heraus, um lange Pässe der Gastgeberinnen, die für Alina Sinah Stein gedacht waren, abzufangen. Kurz vor der Pause rettete die starke Sarah Büscher noch einmal gut gegen eine Bramfelderin.

Nach dem Seitenwechsel scheiterte Hannah Kier freistehend an der überragenden BSV-Torhüterin. Im direkten Gegenzug rettete auch FCU-Keeperin Katja Johannßen stark, als sie einen Ball soeben noch auf der Linie erwischte (59.). Dann kratzte Sarah Büscher, die beste Tornescherin, einen Schuss noch von der eigenen Torlinie (72.). Auf der Gegenseite kamen Stein und Melissa Büscher nach schönem Zusammenspiel nicht zum Abschluss, weil eine BSV-Verteidigerin dazwischen ging (74.). In der 89. Minute knickte Kier um; weil Eberhardt schon dreimal gewechselt hatte, mussten die FCU-Frauen in Unterzahl weiterspielen. In der dritten Minute der Nachspielzeit schoss eine Bramfelderin freistehend aus zehn Metern zum 0:1 ein. Kurz darauf folgte der Abpfiff – ein bitteres Pokal-Aus für die Union-Frauen, die für ihre wirklich starke kämpferische Leistung nicht belohnt wurden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert