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Bad Segeberg : Tannenbaum brennt - Bewohnerin rettet sich und Nachbarin

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Ihr Baum geht in Flammen auf, die Frau handelt geistesgegenwärtig. Und verhindert so wohl Schlimmeres.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 07:04 Uhr

In Bad Segeberg hat am Sonntagabend ein brennender Tannenbaum die Feuerwehr beschäftigt. Verletzt wurde dabei niemand - noch vor Eintreffen der Feuerwehr hatten sich die Bewohner des Mehrfamilienhauses draußen in Sicherheit gebracht.

Die Feuerwehrleute sahen, dass das im Dachgeschoss Flammen waren und es verraucht war. Scheiben waren aufgrund der Hitze bereits gesprungen, teilte die Feuerwehr mit. Der Angriffstrupp verschaffte sich unter Atemschutz Zugang zur Wohnung, löschte das Feuer in kurzer Zeit und schmiss den Rest vom Tannenbaum durchs Fenster hinaus. Die Kontrolle mit einer Wärmebildkamera ergab, dass sich keine weiteren Glutnester gebildet hatten. Die Wohnung ist jedoch aufgrund der Rauch- und Rußentwicklung unbewohnbar. Die Bewohnerin kam bei einer Freundin unter.

Zuvor hatte die Frau bemerkt, dass sich der Tannenbaum entzündete und hatte auch noch einen Löschversuch mit einem bereitstehenden Eimer mit Wasser unternommen. Als dieser fehlschlug, da der Tannenbaum über Wochen bei Raumtemperatur sehr durchgetrocknet war und somit in Sekunden voll brannte, schloss sie geistesgegenwärtig die Zimmertür und verließ das Haus. Sie benachrichtigte auch ihre Nachbarin im Erdgeschoss.

Die Bewohnerin habe alles richtig gemacht, so die Feuerwehr, und mit ihrem Verhalten wohl einen größeren Schaden verhindert. Durch das Schließen der Tür verbrauchte sich in dem geschlossenen Raum der Sauerstoff schnell, sodass das Feuer fast dadurch erstickt war, als die Feuerwehr eintraf und der Brandschaden sich auf das Zimmer selbst beschränkte. Die anderen Räume wurden jedoch durch Rauch und Ruß in Mitleidenschaft gezogen.

Die beiden Frauen wurden durch den Rettungsdienst gesichtet und mussten nicht ins Kankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Durch die extreme Straßenglätte wurden die Einsatzkräfte bei ihrer Anfahrt und an der Einsatzstelle selbst behindert. Der Bauhof erschien an der Einsatzstelle und stellte Streugut zur Verfügung.

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