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Ausstellung : Zwei Freunde und das Echo des Lichts

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

„Echo des Lichts“: Unter diesem Motto stellen die beiden Künstler Joe Barnes und Ivo Ringe in der Galerie Kamp in Keitum ihre Werke aus.

Hochkarätig ist der Künstlerbesuch bei Conny Kamp in Keitum. Joe Barnes kam direkt von New York nach Sylt, während sich Ivo Ringe von Köln aus gen Norden in Bewegung setzte. In beider Gepäck: Bilder zum Thema „Das Echo des Lichts“. Zum vierten Mal stellen beide im Galerie-Café von Cornelia Kamp aus.

Der Widerhall menschlicher Laute als Echo in Bergen oder Höhlen bedarf keiner großen Erklärung. Auch an die traditionsreiche Radiosendung „Echo des Tages“ wird sich mancher ältere WDR-Hörer noch erinnern. Aber der Ausstellungstitel „Echo des Lichts“ macht stutzig. Also auf zu den Bildern, um dieses Rätsel zu lösen. „Ich bin bei meiner Malerei nur der Stift,“ bekannte Pablo Picasso einst. Und deutete damit an, dass Kräfte und Mächte ihn bei seiner künstlerischen Arbeit inspirierten und lenkten. Nicht anders Joe Barnes. Der 88-Jährige findet in dem Moloch New York („a very stressfull City“) durch den Buddhismus und Meditation die Kraft und Stille, die seine Malerei erst ermöglichen. „Ich muss den Kopf zuerst ganz leer machen. Mich wie ein Geigenspieler auf meine Malerei einstimmen.“

Nicht anders Ivo Ringe. Während Barnes durch eine einzige Farbe Werke von nachhaltiger Eindringlichkeit erzielt, verleiht Ringe seinen Bildern jeweils eine Struktur. „Das Bewusstsein kann sich dadurch an etwas orientieren und festhalten, obwohl Chaos und Harmonie sich in meinen Bildern wiederfinden.“

Die Werke beider Künstlerfreunde, die sich im Rheinland kennen und schätzen lernten, verbindet die Ausstrahlung auf den Betrachter. Egal ob lasierte Farbschichten auf unterschiedlich geformten Flächen (Barnes) oder die auf Figur, Linie, Farbe und Grund reduzierte Farbfeldmalerei (Ringe) – die Arbeiten entfalten allesamt eine emotionale Kraft, die auf den Betrachter übergehen will, ihn zur Veränderung seiner Wahrnehmung führen und letztlich gar selbst zu verändern vermag. Ivo Ringe weiß von Käufern seiner Werke, die von Grund auf ihre Lebensumstände veränderten – quasi zum Echo des Lichtes und der Farben wurden. „Viele funktionale Menschen,“ so erzählt Ringe, „finden Gefallen an unseren Bildern, die wir verantwortlich erarbeiten. Weil wir von der ihr innewohnenden Kraft wissen.“

Wer sich auf den Weg in den Keitumer Gurtstich 41 macht, kann dort bei Kaffee, Tee und hausgemachtem Kuchen – oder einfach nur mit einer Portion freier Zeit versehen – dem Echo des Lichts nachzuspüren.

 

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erstellt am 27.Aug.2013 | 18:27 Uhr

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