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Hoher Besuch auf Sylt : Zu Ostern kam der Erzbischof

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Zu Ostern besuchte der katholische Erzbischof Dr. Stefan Heße die Insel. Die Gemeinde nahm den Geistlichen herzlich auf.

Diesen zweiten Osterfeiertag wird die Westerländer katholische Kirchengemeinde St. Christophorus so schnell nicht vergessen. Erzbischof Dr. Stefan Heße, Mitte März erst zum Oberhirten des flächenmäßig Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie Hamburg umfassenden riesigen Bistums geweiht, besuchte Sylt. Und machte sich in einem Gottesdienst sowie beim sich anschließenden Zusammensein im Gemeindehaus mit der Gemeinde bekannt.

Sylts Inselpfarrer Dr. Ulrich Hoppe zeigte sich „positiv überrascht“, als er auf seine Einladung zu einem Sylt-Besuch vom Bischof aus Hamburg eine rasche Zusage erhielt. „Das war zeitlich gut machbar,“ so der Erzbischof im Gespräch mit der Sylter Rundschau. Er zeigte sich nicht nur erfreut über das sonnige Osterwetter, sondern auch voller Erwartung über die geplante Fahrt in den Inselnorden, den Besuch bei den Ordensschwestern in der Lister Filialkirche St. Raphael sowie (vor der abendlichen Rückreise) zu seinem Gespräch mit dem Pfarrgemeinderat in Westerland.

Zum feierlichen Höhepunkt des Tages geriet die Feier der Heiligen Messe, die Erzbischof Heße mit der Gemeinde feierte – in einer über die Maßen voll besetzten Kirche. „Wie schön,“ so der Gast aus Hamburg, „dass so viele Menschen dabei sind!“

Seiner Predigt, prägnant in der Ausführung und anschaulich in den Aussagen, legte der Bischof die Geschichte vom Gang der Jünger nach Emmaus zugrunde. Sie sind nach dem Kreuzestod Jesu zutiefst enttäuscht und der Resignation verfallen. „Ihnen aber,“ so Dr. Heße, „erwuchs der neue Sinn ihres Lebens aus der Heiligen Schrift. Und er wurde ihnen konkret erfahrbar in der Tischgemeinschaft, der Feier des Mahles.“

Manch einer schmunzelte, als der gebürtige Kölner, mit der rheinischen Mentalität zutiefst vertraut, von seinen ersten Erfahrungen mit den norddeutschen Gläubigen erzählte und einen Mentalitätsvergleich anstellte. Anders als im Kölner Dom erlebe er hier in Norddeutschland die Katholiken viel ruhiger und gelassener. „Sie treten gesammelt vor den Altar, um die Kommunion zu empfangen. Das war im Kölner Dom oftmals anders!“

Die Neuordnung der pastoralen Räume, also die Zusammenfassung von Pfarreien, steht für den Erzbischof in zwingendem Zusammenhang mit dem Priesternachwuchs. „Wir können gute Leute vertragen, die ihr ganzes Leben für diesen Dienst einsetzen. Und solch ein Einsatz macht glücklich!“

Mit Blick auf die Ökumene nannte Dr. Heße fürs erste seine guten Erfahrungen beim gerade zurückliegenden „Lübecker Kreuzweg“. Und vergaß auch nicht die gemeinsamen Aktivitäten mit den evangelischen Christen bei der momentan laufenden Gesetzesinitiative zum Gottesbezug in der Landesverfassung.

Klar, dass die vielen Gottesdienstbesucher es sich nicht nehmen ließen, im Gemeindesaal „ihren“ neuen Bischof zu begrüßen und zu sprechen. Und so sah man denn Dr. Heße, dank rheinischer Herkunft mit Gesprächs- und Kontaktfreude gesegnet, mit Kindern und Erwachsenen, Insulanern und Feriengästen gleichermaßen unermüdlich im Gespräch.

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erstellt am 06.Apr.2015 | 17:53 Uhr

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