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Privathotels Sylt : Zu Gast auf der eigenen Insel

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Privathotels Sylt laden alle Sylter ein, zu speziellen Konditionen ihre Häuser zu besuchen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es klappt, wenn man das Angebot der Privathotels Sylt nutzt und Urlaub auf der eigenen Insel macht, die ansonsten alltägliche Lebenswelt und Arbeitsort ist. Auch, wenn es nur eine Übernachtung in einem der fünf Privathotels Budersand, Rungholt, Landhaus Stricker, Fährhaus und Benen-Diken-Hof ist, stellt sich der Erholungseffekt im Kopf schon bei der zugegebenen sehr kurzen Anreise an.

Beim kurzen Zwischenstopp in Westerland erscheint plötzlich die Fußgängerzone teilweise im neuen Licht: war das Geschäft schon immer da? Seit wann hat der Spielzeugladen so witzige Auslagen? Was im Alltagstrott mit schnellem Schritt zum Arbeitsplatz von uns nicht mehr wahrgenommen wird, hat jetzt eine Chance (wieder-)entdeckt zu werden.

Doch die Möglichkeit zur frühen Anreise in den Benen-Diken-Hof gewinnt gegen die Entscheidung für einen ausgiebigen Shoppingbummel durch die Stadt. Der vor drei Jahren neu gestalteten Spa-Bereich „Wolkenlön“ lockt mehr. Also schnell ab nach Keitum in das Romantik Hotel, das seit 1996 von Claas-Erik Johannsen und seiner Frau Anja geführt wird und sich selbst als „Insel auf der Insel“ bezeichnet. Natürlich kennt man sich auf Sylt und so ist schon die Begrüßung an der Rezeption anders als bei Urlauben in fremden Gefilden.

Wir sprechen nicht über die „hoffentlich angenehme Anreise“, sondern die aktuellen Geschehnisse auf Sylt, gemeinsame Bekannte und wie komisch es ist, als Sylter jetzt als Gast einzuchecken. Diese Nähe verhindert jedes Gefühl der Fremde und Befangenheit in dem Familiengeführten Haus, das zu den Top-Destinationen der Insel zählt.

Unsere Unterkunft läßt keine Wünsche offen und zeigt, wie ernst es die Privathotels mit ihrer Aktion nehmen. Es geht ihnen nicht darum, das letzte leere Zimmer mit Syltern zu füllen, sondern die Insulaner wirklich zu verwöhnen und sie ebenso wie „normale“ Gäste den Anspruch und Komfort der Häuser in jeder Hinsicht erleben zu lassen. Dafür zahlen wir 99 Euro die Nacht pro Zimmer, sogar die Minibar ist in diesem Preis - wie sonst auch - enthalten.

Der ersehnte Besuch im „Wolkenlön“ sorgt neben der Entspannung im Kopf auch für die Entspannung des Körpers. Schwimmen im Pol, der Besuch des Dampfbades, der Infrarotkabine oder einer der Saunen wechseln sich ab mit einem gemütlichen Schläfchen im „Schweigeraum“, der teilweise mit Wasserbetten ausgestattet ist.

Beim Dahindösen schleicht sich dann die Frage in den Kopf, warum wir diese Angebote nicht früher schon genutzt haben, sind sie doch quasi vor der Haustür. Und richtig - die Privathotels öffnen ihre Wellness und Spa-Bereiche das ganze Jahr über auch für die Insulaner. Zu speziellen Konditionen können wir auf der Insel damit ein Angebot an Sport - und Beautymöglichkeiten auf einem Niveau nutzen, in dem auch in manch großer Stadt lange gesucht werden muss.

Eine erste werte volle Erkenntnis, die uns im Alltag nicht gekommen wäre. Da blieben die Hotels mit ihren umfassenden Angeboten gedanklich den Touristen vorbehalten. Die entspannte Atmosphäre im „Wolkenlön“ mit kostenlosem Obst, Tee und Wasser verlassen wir gegen Abend nur sehr ungern. Doch lockt das Essen im Restaurant Kökken, das mit 33,00 € pro Person ebenfalls zu den Spezialangeboten für Sylter gehört.

Es gibt drei Gänge, die sorgfältig zubereitet einen Einblick in den Anspruch des hauseigenen Restaurants nach regionaler, saisonaler und vor allem frischer Küche vermitteln. Die Tische neben uns sind gut gefüllt, neben den Hausgästen sitzen hier auch Sylter.

Highlight des Abends ist der Besuch in der Hotel-Bar, in der Eigentümer Claas-Erik Johannsen selbst hinter der Theke steht. Diese Abende sind auf der Insel inzwischen legendär, am Tresen wird geschnackt und politisiert, hier bekommen auch die zahlreichen Hausgäste einen Einblick in das tägliche Leben auf der Insel. Es überrascht, wieviele Insulaner sich hier treffen und sich nicht nur von den umfänglichen Weinkenntnissen des Ur-Sylters Johannsen auf den neuesten Stand bringen lassen.

Viel zu schnell naht der Morgen und damit der Zeitpunkt der Abreise.

„Lassen Sie sich Zeit mit dem Auschecken und frühstücken Sie erstmal in Ruhe, der Weg nach Hause ist ja noch lang.“ werden wir schmunzelt von der Mitarbeiterin an der Rezeption aufgefordert. Das umfängliche Frühstücksbuffet mit hausgemachten Spezialitäten, Eierspeisen und Inselprodukten macht uns den Abschied noch schwerer.

Gute 24 Stunden durften wir Urlaub auf der eigenen Insel machen. Der Erholungseffekt ist enorm und die Hoffnung, dass die Privathotels diese Aktion fortsetzen, auch.

Sylt für Sylter läuft bis zum 17. Februar 2017 . Die Kosten für eine Übernachtung im Doppelzimmer betragen 99 Euro, für das Drei-Gang Abendessen 33 Euro pro Person. Die Buchung kann je nach vorhandenen Kon- tingenten erfolgen. www.privathotels-sylt.de

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