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Zahl von Zweitwohnungen soll verringert werden

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

1. Wir brauchen eine gesetzliche Regelung zur Eindämmung der Grundstücksspekulation auf den Inseln und ein verbessertes Planungsrecht, um wirksam die Zunahme von Zweitwohnungen einzudämmen. Dies wird rechtlich nicht einfach, ist aber die letzte Chance, um der dramatischen Entwicklung der letzten Jahre Einhalt zu gebieten. Die verbleibenden Flächen des Bundes und des Landes auf der Insel müssen zweifelsohne dem Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden. Hier muss mehr Druck auf das zuständige Ministerium gemacht werden, denn die Problematik ist seit Jahren bekannt. Auch der Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus, die wir als SPD anstreben, wird bei dem Bau neuer, bezahlbarer Wohnungen eine Schlüsselrolle zukommen.

2. Zunächst gilt es festzustellen, dass sich die nach der Sturmflut von 1962 im Generalplan Küstenschutz festgelegt Finanzierung bewährt hat – ebenso die Neuauflage ab 2001. Gerade die enormen küstenschutzfachlichen Maßnahmen vor der Insel Sylt haben nicht nur eine insulare Bedeutung, sondern diese wirken mit ihren hydrologischen Reaktionen als Wellenbrecher und schützen dadurch die Festlandsdeiche. Ferner sollte überlegt werden, ob die wissenschaftlichen Landesämter wieder ihre Funktion als Mittler zwischen Wissenschaft und Praxis vor Ort zurückerhalten.
3. Der dreistufige Ausbau der B5 mit dem Bau der fehlenden Ortsumgehungen sowie der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Hamburg-Sylt sind dringend geboten. Beides sind Aufgaben des Bundes und wir sind hier die vergangen acht Jahre kein Stück vorangekommen, weil es schlicht am Geld fehlte. Das Konzept der Gemeinde, den Flughafen aus eigener Kraft in einen soliden Betrieb zu bringen, gewinnt mir viel Sympathie ab.

4. Mein Onkel wohnt in Hörnum. Er ist inzwischen im Sommer in einen Campingwagen gezogen, weil der Wohnraum für Normalverdiener schlicht nicht mehr zu bezahlen ist. Im Winter kann er ein Zimmer in einer Ferienwohnung beziehen. Immer wenn ich dann in Westerland die florierende Geschäftsmeile und die Strandpromenade sehe, denke ich: so kann das auf Dauer nicht weitergehen. Die Insel muss für diejenigen, die hier arbeiten, auch eine Heimat bieten.

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erstellt am 20.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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