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Dauerwohnungen für Sylter : Zahl der Wohnungen für Sylter steigt

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Gestern wurde im ehemaligen Kindergarten in Kampen Richtfest gefeiert. Auch in anderen Inselorten entsteht neuer Dauerwohnraum.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2016 | 05:29 Uhr

Zwischen Kränen, Gerüsten und allerlei Baumaterial herrschte gestern in Kampen emsiges Treiben: Bei Korn, Schweinenackensteaks und Kartoffelsalat wurde Richtfest im ehemaligen Kindergarten am Börder Wai gefeiert. Zwölf Wohnungen und drei Personalzimmer entstehen in dem Eckhaus, das seit dem 1. November letzten Jahres umgebaut wird. Die Wohnfläche beträgt 1  137 Quadratmeter, die Baukosten belaufen sich auf etwa 3,5 Millionen Euro.

„Seinerzeit wuselten hier um die 20 Kinder herum“, sagte Kampens Bürgermeistern Stefanie Böhm in ihrer Rede, „da aber leider keine Kinder aus Kampen den Kindergarten besucht haben und es insular mehr als genug Betreuungsstätten gibt, musste diese Einrichtung im Sommer 2015 schließen.“ Seitdem würden auf dem Grundstück nur noch die Handwerker herumwuseln, so die Bürgermeisterin augenzwinkernd.

Die neu entstehenden Wohnungen werden in der Gemeinde Kampen dringend benötigt, betonte Bürgermeisterin Böhm. „Im Eigentum der Gemeinde Kampen befinden sich nun 41 Mietwohnungen“, zählte sie auf und fügte lachend hinzu: „Wenn man bedenkt, dass wir 480 Einwohner haben und davon nur ein Bruchteil seinen ersten Wohnsitz hier hat, ist die Gemeinde Kampen der größte Wohnungsgeber für Erstwohnungsbesitzer.“

Stefanie Böhm ist sehr froh darüber, dass es in Bezug auf die Baugeschichten in Kampen so unkompliziert läuft. „Der Baufortschritt schreitet planmäßig voran, so dass einer Fertigstellung Ende 2016 nichts mehr im Wege steht.“

Nicht nur in Kampen, auch in den den anderen Inselorten tut sich Einiges in Sachen Dauerwohnraum. Neuigkeiten gibt es unter anderem in List: Wie Bürgermeister Ronald Benck mitteilt, ist die Gemeinde im Besitz einer Baugenehmigung für 28 Wohnungen am Hermannshain, die in zwei Wohnblöcken aufgeteilt werden sollen. „Baubeginn wird noch dieses Jahr sein, die Fertigstellung ist für das Jahr 2017 geplant“, freut sich der Bürgermeister. Die neuen Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sollen zum Teil von der Gemeinde gefördert werden: „Die Mieten werden zwischen 5,80 Euro und zehn Euro pro Quadratmeter liegen“, sagt Benck, „so können wir dort auch Mieter unterbringen, die nicht so viel verdienen.“

Am anderen Ende der Insel, in Hörnum, ist man schon ein bisschen weiter: Für die so genannten Holzhäuser, die in der Rantumer Straße entstehen sollen, konnten sich Interessenten bis zum 31. Mai bewerben. „Diese Bewerbungen werden nun ausgewertet und dann wird im Sozialausschuss entschieden, wer eine Wohnung bekommen soll“, sagt Ulrike Lund, dritte Bürgermeisterin in Hörnum und derzeit die Vertretung für Rolf Speth, der sich im Urlaub befindet.

Auf dem Gelände gegenüber des Hapimag-Resorts sollen elf Häuser zum Verkauf entstehen sowie sechs Häuser mit zwölf Mietwohnungen. „Wir rechnen damit, dass wir in zwei bis drei Wochen eine Baugenehmigung vorliegen haben“, sagt Projektentwickler Bernd Diehle, der auch schon für die Entwicklung der bestehenden Hörnumer Holzhäuser Am Renning zuständig war. „Wenn alles so klappt, wie wir uns das wünschen, können wir im Laufe des Juli mit den Bauarbeiten beginnen“, sagt er. Diehle rechnet mit einer Bauzeit von acht Monaten und vermutet, dass „die Wohnungen pünktlich zur Biike 2017 bezugsfertig sind.“

Auf dem Wohnungsmarkt der Gemeinde Sylt ist in den vergangenen Monaten ebenfalls viel passiert. „Das Kommunale Liegenschafts-Management (KLM) stellt im Auftrag der Gemeinde Sylt in diesem Jahr insgesamt 141 Neubauwohnungen fertig, von denen bereits 49 Wohnungen an die neuen Mieter übergeben worden sind“, sagt KLM-Chef Marcus Kopplin. Dazu zählen zwölf Wohnungen in der Stettiner Straße, zehn Wohnungen im Hoyerweg sowie 27 Wohnungen im Bahnweg und in der Friesischen Straße.

Die nächsten Neubauvorhaben, die nach Angaben des KLM-Betriebsleiters fertiggestellt werden sollen, sind 32 Wohnungen in der Apenrader Straße und im Kollundweg (geplantes Bezugsdatum ist der 1. September) und 60 Wohnungen am Bastianplatz.

Bauanträge seien bereits für folgende Wohnungsbauprojekte mit insgesamt weiteren 145 Wohnungen gestellt: 72 Wohnungen in der Königsberger Straße, 20 Wohnungen am Bastianplatz für die Lebenshilfe Sylt, 18 Wohnungen in Tinnum (Reihenhäuser), zehn Wohnungen am Bastianplatz (Reihenhäuser) und 25 Wohnungen in der Hans-Böckler-Straße. „Lediglich bei der geplanten Bebauung der Fläche um die Grundschule Morsum besteht aufgrund von denkmalschutzrechtlichen Bedenken des Kreises noch Abwägungsbedarf, so dass hier derzeit noch kein politischer Planungsbeschluss vorliegt“, erklärt Kopplin.

Einzig in Wenningstedt gebe es derzeit nichts Neues auf dem Wohnungsmarkt, erklärt Bürgermeisterin Katrin Fifeik „In absehbarer Zeit wird sich hier aber etwas tun“, verspricht sie. In dem Familienbad steht das Bauprojekt Osterwiese an, wo 47 Wohneinheiten realisiert werden sollen.


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