Wozu in die Karibik – Sylt ist so nah

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Genug Wind, Sonne satt – der Volvo Surf Cup 2014 startet / Veranstalter und Surfer hoffen auf gute Bedingungen für Slalom und Race

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22. Juli 2014, 17:41 Uhr

28 Grad Lufttemperatur, tiefblaue, lauwarme See – in der Karibik könnte es kaum schöner sein. Surfcup-Veranstalter Matthias Regber ist begeistert: „Die Wettervorhersage ist prima, wir werden die nächsten Tage genug Wind haben, um Wettfahrten in den Disziplinen Race und Slalom zu starten. Für Wave wird es voraussichtlich nicht reichen.“ Knapp 60 Fahrer werden an den Start gehen, dabei besteht das Feld nicht nur aus deutschen sondern auch internationalen Surfern.

„Hier auf Sylt wird der Deutsche Meister gekürt. Dabei zählen ausschließlich die Ergebnisse, die vor Westerland erzielt werden“, erklärt Matthias Regber die Regeln des Surfcups. Sollte ein internationaler Fahrer den Sylter Surfcup für sich entscheiden, ist der beste deutsche Fahrer dann der Deutsche Meister.

Den amtierenden Titelträger Vincent Langer sieht Matthias Regber als einen der Favoriten. Auch Gunnar Asmussen aus Flensburg, Sebastian Kornum aus Dänemark sowie Ingmar Daldorf aus den Niederlanden gehören seiner Meinung nach in den nächsten Tagen zu den besten und schnellsten Fahrern im Feld.

Der 27-jährige Kieler Vincent Langer reiste bereits am Montag auf die Insel. Seit seinem Studienabschluss im vergangenen Jahr – Master in Geschichte und Sport auf Lehramt – widmet er sich komplett dem Windsurfen. „Als Profi wirst du zwar nicht reich, aber glücklich“, erklärt er augenzwinkernd. Seine Titelverteidigung hat er fest im Blick. Aber: „Es wird nicht einfach werden.“ Seit dem Wochenende ist er nach zwei Wochen verletzungsbedingter Pause erst wieder auf dem Wasser – eigentlich zu wenig, um sich vernünftig vorzubereiten. „Ich kann aber jetzt wieder richtig greifen, Gott sei Dank.“ Grund für den Kapselanriss in der linken Hand war ein unglücklicher Sturz beim Windsurfen vor gut zwei Wochen.

Der Kieler hofft auf guten Wind, so dass die Disziplinen Slalom und Race gefahren werden können. Im Slalom sei Gunnar Asmussen einer seiner härtesten Konkurrenten, im Race gehören Fabian Mattes aus Ravensburg und Sebastian Kornum seiner Meinung nach zum Favoritenfeld.

Die Wetteraussichten machen dem Deutschen Meister ein klein wenig Sorgen. Es wehe zwar Wind, allerdings aus Osten, also ablandig, so dass sehr weit draußen gefahren werden müsse und die Surfer es nicht mit konstantem aber vor allem mit böigem Wind zu tun bekommen. „Das macht es schwieriger für uns einzuschätzen, welches Material wir nehmen und die taktische Komponente zieht dann viel mehr als sonst.“ Das Verhältnis unter den Windsurfern sei in den allermeisten Fällen sehr gut. Nichtsdestotrotz werde er keine Freudensprünge machen, sollte ein anderer ihn überholen. „Ich glaube in unserer Sportart haben wir im Vergleich zu anderen schon eine gute Stimmung untereinander, trotzdem sind wir auch Konkurrenten.“

Vincent Langer surft seit seinem neunten Lebensjahr und startete im Alter von zwölf Jahren bei seiner ersten Regatta. Er widmete sich im vergangenen Jahr seit seinem Studienende den Nachwuchssurfern und führte in seinem eigenen Windsurfcamp Kids zwischen acht und 17 Jahren an den Regattasport heran.

Noch bis Sonntag bietet der Volvo Surf Cup nicht nur Windsurfsport sondern auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Liveacts, dem Kids Camp, zahlreichen Ständen auf der nördlichen Westerländer Promenade und unvergessliche Abende am Brandenburger Strand. Aktuelle Wettkampf-Informationen sowie Einzelheiten zu den Programmpunkten gibt es im Internet unter: www.surfcup-sylt.de

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