Streit um Strandrestaurant auf Sylt : „Wonnemeyer“ muss geräumt werden

„Wonnemeyer am Strand“ – bald nur noch Geschichte?
„Wonnemeyer am Strand“ – bald nur noch Geschichte?

Der Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup setzt den Pächtern des Beachrestaurants eine Frist bis spätestens Ende Januar.

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02. Januar 2018, 18:49 Uhr

Sylt | Die Auseinandersetzungen um das Sylter Beachrestaurant „Wonnemeyer“ gehen in eine neue Runde: Der zuständige Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup (TSWB) hat die Betreiber gestern „nachdrücklich“ aufgefordert, das Pachtobjekt am Weststrand „umgehend, spätestens aber innerhalb einer hiermit gesetzten Nachfrist bis zum 31. Januar 2018“ vollständig geräumt und sauber zurückzugeben. Dies bestätigten auf Anfrage der Sylter Rundschau sowohl Pächter Rüdiger Meyer als auch Tourismusdirektor Henning Sieverts.

In seinem Schreiben weist der TSWB darauf hin, dass die Laufzeit des Pachtvertrages für die Jahre 2014 bis 2017 mit dem 31. Dezember 2017 abgelaufen sei und der Pächter sich mit seinen vertraglichen geregelten Verpflichtungen bereits in Verzug befände. Der Vertrag sowie die Aufforderung zur Räumung und Rückgabe betrifft einerseits die für die Strandgaststätte genutzte zirka 530 Quadratmeter große Fläche im nördlichen Bereich des Wenningstedter Strandabschnitts 10 und die dortige Toilettenanlage, andererseits aber ebenso die von „Wonnemeyer“ genutzten Lagerräume in der Strandkorbhalle Osetal am Campingplatz sowie fünf Pkw-Stellplätze.

„Der guten Ordnung halber“ widerspricht der Wenningstedter Tourismus-Service in seinem Schreiben ausdrücklich einer stillschweigende Fortsetzung des Pachtverhältnisses und des Pachtgebrauchs. Selbst die „Nachfristsetzung“ bis Ende Januar würde kein Einverständnis mit einer solchen Fortsetzung bedeuten; sie stelle auch keine Stundung des Rückgabeanspruchs seitens des TSWB dar.

Rüdiger Meyer erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass er die „ultimative Abrissforderung“ akzeptiere: „Wir treffen nunmehr die notwendigen Vorbereitungen, damit alles pünktlich vonstatten geht.“ Allerdings würden er und seine Familie weiterhin auf neue Verhandlungen hoffen, so Meyer. „Wir glauben noch immer daran, dass ein Kompromiss allen Beteiligten und vor allem unseren betroffenen Gästen gut tun würde.“

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