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Dauerwohnraum : Wohnungsbau auch im Außenbereich möglich

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In den Gesprächen zwischen Gemeinde Sylt, Landesplanung und Kreis über den Wohnungsbau im Außenbereich zeichnet sich eine Wende ab. In Zukunft könnte mehr möglich sein.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Dürfen Sylter Außenbereichsflächen wie die Wendt-Wiese in Morsum mit Wohnhäusern bebaut werden? Die Haltung von Kreis und Landesplanung lautete dazu bisher: „Nein“. Doch jetzt – nach mehrmonatigen Gesprächen über das insular abgestimmte Wohnraumentwicklungskonzept – sendet besonders das Land vielversprechende Signale und lässt auf eine neue Praxis im Umgang mit dem Sylter Mangel an Bauland hoffen. „Wir sind gemeinsam mit Kreis und Land alle von uns ermittelten Potenzialflächen durchgegangen und es zeichnet sich ab, dass es unter bestimmten Bedingungen möglich sein könnte, diese Flächen zu nutzen“, berichtet Inselbaumeister Martin Seemann.

Trotzdem gelte weiterhin die Vorgabe, dass man erst eine Innenentwicklung mache, bevor man in die Außenbereiche gehe, so Seemann. „Es gibt in dieser Sache noch einigen Abstimmungsbedarf, aber ich glaube, dass wir in zwei Monaten zu einem Ergebnis kommen können.“

Im August letzten Jahres hatte die Verwaltung der Gemeinde Sylt eine Liste von Flächen vorgestellt, auf denen Platz für 1 082 Dauerwohnungen wäre. Dieses Realisierungskonzept unterteilte die Potenzialflächen in Bauland mit erster und zweiter Priorität. Letztere bezeichnen dabei Flächen, die nicht im Eigentum der Gemeinde sind und/oder im Außenbereich liegen. Zu diesen Flächen, die sich potenziell für den Wohnungsbau eignen würden, zählt zum Beispiel die 6 000 Quadratmeter große Fläche „Die Inge“ am Dikwai in Rantum. Auch das Gelände „Friesensaal Süd“ in Keitum fällt in diese Kategorie.

Doch bevor hier unter neuen Vorgaben von Kreis und Land Dauerwohnraum entstehen könnte, stellt Martin Seemann für die Gemeinde Sylt klar: „Bis 2018 gehen wir nicht auf die Außenflächen.“ Der Grund: In den nächsten Jahren soll erst das Wohnungsbaukonzept 500+ umgesetzt werden. Außenbereichsflächen, auf denen die Gemeinden gerne Wohnungsbau betreiben würden, gibt es unter anderem auch in List und Hörnum, deren Bürgermeister erst kürzlich die Restriktionen des Landes hinsichtlich der Ausweisung von Wohnungsbauflächen beklagten.

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