Klinik auf Sylt : Wohl doch keine Beschlagnahmung des Hauses Quickborn

Beschlagnahmt: Die ehemalige DAK-Klinik Haus Quickborn in Westerland.
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Beschlagnahmt: Die ehemalige DAK-Klinik Haus Quickborn in Westerland.

Friedliche Verhandlungen: Die Gemeinde Sylt wird eine leer stehende Klinik wohl nicht für Flüchtlinge beschlagnahmen.

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19. Mai 2015, 05:43 Uhr

Im Konflikt zwischen der Gemeinde Sylt, der DAK und einem süddeutschen Investor rund um das Haus Quickborn scheint sich eine Lösung anzubahnen. Sylts ehemalige Bürgermeisterin Petra Reiber hatte mit Unterstützung von Bürgermeister Nikolas Häckel Ende vergangenen Monats die Beschlagnahmung des leerstehenden Gebäudes angedroht. Die Gemeinde möchte das Gebäude angesichts des Wohnraummangels auf der Insel dazu nutzen, Flüchtlinge zentral unterzubringen. Auf ähnlichem Weg konnte die Gemeinde in diesem Jahr schon das leerstehende Polizeihaus in Keitum für sich gewinnen.

Bei der Androhung einer Beschlagnahmung hat die Gegenseite allerdings die Chance, den eigenen Standpunkt in einem Gespräch darzulegen. Vergangene Woche traf sich Häckel mit Vertretern der DAK und dem süddeutschen Investor, der das Gebäude eigentlich kaufen will. „Es war ein sehr konstruktives Gespräch“, so Häckel, „wir sind dabei, eine partnerschaftliche Lösung zu erarbeiten und dabei zivilrechtliche Wege einzuschlagen.“

Weiter möchte er sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu dem Thema äußern. Über einen möglichen Kauf des Gebäudes durch die Gemeinde habe man nicht gesprochen, so Häckel. Es sei also davon auszugehen, dass die Gemeinde das Gebäude pachten oder mieten werde.

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