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Weihnachtsmarkt auf Sylt : Wohin mit dem Budenzauber?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Westerlands Punsch-Krise setzt sich fort: Petra Reiber hält den Rathausplatz als Standort für einen Weihnachtsmarkt für ungeeignet.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 05:15 Uhr

Die Adventstage rücken näher und nach wie vor ist der fehlende große Weihnachtsmarkt in Westerland bei den Syltern ein emotionales Thema: Bei Facebook wurde eine offene Gruppe gegründet, die die Organisation eines Budenzaubers auf dem Rathausplatz übernehmen will (wir berichteten). Bürgermeisterin Petra Reiber hält den Standort aufgrund ihrer Erfahrungswerte für bedenklich.

Laut Facebook-Gruppe ist für 2014 die Zeit zu knapp einen schönen Markt zu organisieren, für die Weihnachtszeit 2015 soll aber ein Konzept beim Ordnungsamt Sylt eingereicht werden.

Über einen gemütlichen Weihnachtsmarkt in Westerland würde sich auch Petra Reiber freuen. Sie sieht den Standort Rathausplatz aber durchaus kritisch: „Der Rathausplatz ist eine richtige Windschneise. Der letzte Markt, den wir dort Ende 1996 hatten, war deshalb kaum besucht und auch für die Betreiber kein Erfolg.“

Fehlender wirtschaftlicher Erfolg der Aussteller vor zwei Jahren sorgt in diesem Jahr auch dafür, dass auf dem Bahnhofsvorplatz keine Buden stehen. Im letzten und in diesem Jahr ließen sich nicht genug Sylter Aussteller finden.

„Es scheitert leider an Leuten, die im Winter bereit sind, sich in die Buden zu stellen“, erklärt Petra Reiber und ergänzt: „Es wäre natürlich möglich, einen kommerziellen Weihnachtsmarktbetreiber vom Festland zu engagieren. Aber das wäre für Sylt nicht wirtschaftlich. Um den Inselgeschäften keine Konkurrenz zu machen, sollten die Buden, die dort stehen, von Syltern betrieben werden.“

Laut Reiber sei die Gemeinde schon lange bestrebt, die Adventszeit in Westerland attraktiver zu machen, denn viele Sylter würden in der Vorweihnachtszeit aufs Festland fahren, dort ihre Weihnachtsgeschenke kaufen und dort auch den Weihnachtsmarkt besuchen. Für Reiber sei es ein Ziel, die Menschen auf die Insel zu locken, und ein durchgängiger Weihnachtsmarkt wäre für diesen Zweck ideal. Ein solcher Markt müsse jedoch privat organisiert werden und das ist sehr viel Arbeit.

Für dieses Jahr ruft Petra Reiber auf, dass Angebot auf der Insel zu nutzen: „Der Jööltir in Morsum oder der Weihnachtsmarkt im Schulzentrum sind beispielsweise zwei tolle Märkte.“

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