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Sylter Rundschau

22. August 2017 | 10:02 Uhr

Wo nichts mehr geht, fängt alles an

vom

Rantum | Mit 16 war er das erste Mal auf Sylt - mit Zottelhaar, Rucksack "und 42 Kilo schwer". Heute steht Klaus Hoffmann immer noch auf seine Insel. Das eine oder andere Lied hat er gar dem Sandknust gewidmet und ist mehrfach im Meerkabarett aufgetreten. Am Sonnabend sorgten der Chansonnier und sein Keyboard spielender Freund Hawo Bleich für ein absolutes Highlight: Ein wunderschöner Konzertabend wurde quittiert mit stehenden Ovationen, die zu vier Zugaben führten.

Der Mann aus Charlottenburg erzählte und sang aus seinem "richtigen Leben", authentische Lieder über die "Perlen der Kindheit", die "Frontstadt Berlin", seine Mutter und seinen Vater ("die Sonne meines Herzens") und die aus dessen frühem Tod resultierende Lebenseinstellung: "Ich werde und ich will".

Nicht ganz gefüllt war die Kleinkunst-Halle, dafür bestand das Publikum des 62-Jährigen durchweg aus Fans und zumeist Kennern seiner Diskografie und Konzerte. Ein defekter Ohrhörer hielt den Liedermacher nicht davon ab, ein sehr persönliches, ergreifendes Konzert auf die Rantumer Bühne zu bringen - sensibel orchestriert von seinem Mitstreiter und sich selbst auf der Gitarre.

Nach seinem Motto "Wo nichts mehr geht, fängt alles an" beendete er das Konzert kurzerhand ohne Lautsprecher im Ohr, souverän, charmant, publikumsnah. "Adieu Emile" war seine letzte Zugabe - "Klaus, komm bald wieder" wünschte sich am Ende nicht nur sein Kampener Stamm-Wirt Pius Regli, sondern garantiert das ganze Publikum.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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