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Run ums Rantumbecken : „Wo hast du denn die anderen gelassen?“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Run ums Rantumbecken jährte sich gestern zum zehnten Mal.

-„Zehn,neun,acht...“,tönte es im Chor, dann starteten am gestrigen Sonntag um punkt zehn Uhr 182 Läufer ihren Lauf um das Rantumbecken, knapp die Hälfte davon Sylter. Anna Brosowski vom Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS) war für die Organisation des Laufs zuständig und hatte nach der stürmischen Woche die Sonne bestellt: „War ganz schön teuer“, witzelte sie. „Die Lieferung hat aber gut geklappt.“ Dennoch hatten die Teilnehmer zu kämpfen, die starken Regenfälle vergangener Tage hatten vor allem den Abschnitt am Wald zur Matschstrecke werden lassen, wie die schmutzigen Schuhe der Teilnehmer bezeugten. Die nahmen es mit Humor: „Ich werde einfach behaupten, das ist die neue Kollektion für die nächste Saison“, meinte eine junge Dame.

Die beiden Sieger Marius Hoyka und Sandra Morchner.
Die beiden Sieger Marius Hoyka und Sandra Morchner.
Die Sylterin Sandra Morchner lief nach 37.11 Minuten als erste durch’s Ziel. Sie war damit schneller als Vorjahressieger Jan Kaumanns.
Die Sylterin Sandra Morchner lief nach 37.11 Minuten als erste durch’s Ziel. Sie war damit schneller als Vorjahressieger Jan Kaumanns.

Eine halbe Stunde nach dem Start herrschte ordentlich Spannung, zahlreiche Schaulustige warteten im Zielbereich am Rantumer Hafen und ließen ihre Blicke über den Deich schweifen. Dann kam der Ausruf: „Oh, da kommt meine Tochter!“ Und da war sie auch schon: Sandra Morchner lief als erste durch´s Ziel, mit einer Zeit von 37:11 Minuten war sie sogar schneller als der Vorjahressieger Jan Kaumanns. „Wo hast du denn die anderen gelassen, zum Beispiel die Männer?“, rief man ihr applaudierend und lachend zu. Als zweiter kam Marius Hoyka (39:45 Min.), gefolgt von Oisín Jelle Boersma und Dirk Petersen. Die zweitschnellste Dame war Bianca Weide (43:10 Min.), die beiden Frauen werden sich bald wieder treffen, beim Frankfurt-Marathon. Bianca Weides Kommentar: „Ach, bis ich da im Ziel bin, ist Sandra schon fertig geduscht.“ Sandra Morchner freute sich sichtlich über ihren Erfolg, doch auch ihr hatte die Strecke durch den Matsch zu schaffen gemacht. Als sie danach auf den Deich lief, hörte sie mehrfach das Klappern des Gatters hinter sich, allerdings war sie da allen anderen schon weit voraus. Die Altersspanne der Teilnehmer reichte übrigens von 15 Jahren (Platz 22) bis 69 Jahren (Platz 130). Mit vor Ort war auch das DRK Sylt, zum Einsatz kam es aber glücklicherweise nicht. Die meisten Sportler kamen sogar trotz der schwierigen Stecke lächelnd ins Ziel. Vielleicht lag das unter anderem an den charmanten Fans, welche unterwegs am Wegesrand grasten. „Die Schafe haben alle freundlich Platz gemacht“, erklärte Marius Hoyka schmunzelnd. Seine Teilnahme stand auf wackeligen Füßen, da er vor kurzem für ein paar Tage im Krankenhaus lag. „Unterwegs hat mich die Aussicht auf ein schönes Frühstück und die Sauna motiviert“, gab er lachend zu. Das ging wohl den meisten so, denn im Tui Dorfhotel durften alle Teilnehmer kostenlos frühstücken und den Spa-Bereich nutzen. Als der zweite Sieger winkend davon ging, rief er: „Es war sehr schön, dann also bis zum nächsten Jahr!“

Im Ziel warteten zahlreiche Fans und Familienangehörige auf die 182 Läufer.
Im Ziel warteten zahlreiche Fans und Familienangehörige auf die 182 Läufer.
 
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