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Sylter Rundschau

22. Oktober 2017 | 07:12 Uhr

Wo dürfen die Velo-Taxen fahren?

vom

Die Dreiräder haben in allen 30-Zonen freie Fahrt / Nur bei Gefährdungen können die Gemeinden sie stoppen

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wenningstedt | In drei Velo-Taxen werden seit Ende März Urlauber über die Insel gestrampelt. Nun wurden die dreirädrigen Gefährte Thema in der Wenningstedter Gemeindevertretung. Bürgermeisterin Kathrin Fifeik teilte ihrer Gemeinde mit, dass sie bei der Gemeinde angefragt habe, wie und wo die Velotaxen fahren dürfen. Dort habe sie erfahren, dass die CO2-neutralen Taxen das Recht haben, in der Gemeinde unterwegs zu sein, "deshalb können wir sie nicht verbieten".

Allerdings habe die Gemeinde Straßen bestimmt, auf denen die Velotaxen nicht unterwegs sein dürfen: Unter anderem innerorts auf dem Terpwai, der Berthin-Bleeg-Straße, der Hauptstraße, der Strandstraße ab der Kreuzung mit der Dünenstraße, rund um den Dorfteich und der kompletten Westerlandstraße. Dort allerdings habe sie selbst die Velotaxen schon auf dem gemeinsamen Rad- und Gehweg gesehen, sagt Fifeik: "Wenn sie dort fahren, ist der Gehweg komplett voll." Die Bürgermeisterin betont allerdings, dass es ihr bei den Einschränkungen um die Sicherheit gehe - "ich sehe da eine Gefahr für die Gäste und für die Fahrer" - und sie nicht gegen die Velo-Taxen an sich gerichtet seien.

Das Unternehmen Velotaxi Sylt von Stephan Seegers hat eine zunächst einjährig laufende Ausnahmegenehmigung, auf der Insel Passagiere zu transportieren. Auch in anderen Gemeinden neben Wenningstedt gibt es Straßenabschnitte, auf denen sie nicht fahren dürfen, weil es sonst gefährlich werden könnte. Stephan Seegers findet das völlig in Ordnung: "Das sind meist Straßen, die ohnehin nicht so schön zum Fahren sind." Dazu gehört für ihn auch die Westerlandstraße in Wenningstedt. Beschwerden darüber, dass seine radelnden Taxifahrer sich an die verabredeten Regeln nicht halten, habe er noch keine gehört: "Die meisten Rückmeldungen klingen schwerauf begeistert." Seine Fahrer habe er extrem sensibilisiert, sich auf jeden Fall an die Regeln zu halten - "es gibt ja immer welche, die nur darauf warten, dass irgendetwas schief läuft." Sollte doch etwas schief laufen, lege er großen Wert darauf, darüber informiert zu werden.

Stephanie Schultz, die in der Vekerhsabteilung der Inselverwaltung für die Velo-Taxen zuständig ist, weist darauf hin, dass einzelne Straßen zwar für den Velo-Verkehr gesperrt werden können - aber nicht nacht Gutdünken der Gemeinden: "Da muss schon ein konkreter Grund vorliegen, warum die Velotaxen dort nicht fahren sollen." Auch in einer Richtlinie des Bundesverkehrsministeriums wird empfohlen, Velotaxen generell zu erlauben, in Tempo-30-Zonen zu fahren.

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