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Überschwemmungen am Bahnhof Westerland : „Wir sollten uns sehenden Auges ins Chaos begeben“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Trotz des zu erwartenden Verkehrschaos muss ab Mai das Regenwasser-Rückhaltebecken gebaut werden, sagt Bürgermeister Nikolas Häckel.

Sorgenfalten kräuseln sich auf der Stirn vieler Sylter Autofahrer, wenn sie an die vielen Straßen-Bauarbeiten denken, die zum Teil schon auf der Insel begonnen haben. Vor allem die Sanierung der Landesstraße 24 (L24) und das dadurch erwartete Verkehrschaos sorgt für Anspannung. Eine weitere Baumaßnahme wird den Verkehr in der Westerländer Innenstadt im kommenden Sommer nun noch weiter beeinträchtigen: Wie der Bauausschuss am vergangenen Montag mit knapper Mehrheit entschied, soll im Zeitraum zwischen Mai und November unter dem Parkplatz am Kirchenweg, direkt neben dem Bahnhof Westerland (ehemaliges Schwennsen-Grundstück), ein Regenrückhaltebecken errichtet werden. Zeitweilig müsse für diese Maßnahme der Kirchenweg als Sackgasse gesperrt werden, sagte Rainer Brudnitzki vom Tiefbauamt.

Gemeindevertreter Holger Flessau (CDU) äußerte seine Bedenken: „Wir werden ein absolutes Chaos produzieren“, sagte er besorgt, „wenn sie den Bahnhofsbereich absperren, wie soll vor allem der An- und Abreiseverkehr organisiert werden?“ Flessau würde mit der Maßnahme lieber warten, bis die Bauarbeiten auf der L24 abgeschlossen sind.

Die Bauarbeiten am Bahnhof zu verschieben sei in seinen Augen keine Option, mahnte Nikolas Häckel in der Sitzung. „Ja, es wird im Sommer dort ein Verkehrschaos geben“, so der Bürgermeister, „allerdings mit oder ohne diese Maßnahme.“ Es gebe an dieser Stelle ein massives Regenwasser-Risiko, das Wasser könne bei Starkregen nicht abfließen. „Was das Tiefbauamt antreibt, ist das Wissen, dass wir hier bei Starkregen absaufen werden“, sagte Häckel deutlich, „daher sollten wir uns sehenden Auges in das Chaos begeben.“

Bei starkem Regen tritt im Bereich Kirchenweg/Trift regelmäßig eine hydraulische Überlastung des Kanalsystems auf, welches zu Überschwemmungen führen kann. Um das Kanalnetz zu verbessern soll das Regenrückhaltebecken gebaut werden.

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erstellt am 17.Mär.2016 | 05:30 Uhr

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