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Sylter Rundschau

15. Dezember 2017 | 19:18 Uhr

„Wir sind wie eine große Familie“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

„Hier lerne ich gern“ – Sylter Azubis im Interview: Heute Hotel-Lehrling Jaqueline Draper (21) / Eine Aktion des sh:z Medienhauses Sylt

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Jaqueline Draper (21) aus Wenningstedt macht eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Seit zwei Jahren lernt sie im Hotel und Restaurant Fitschen am Dorfteich in Wenningstedt.

Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?
Ich glaube, dass liegt mir einfach im Blut. Schon meine beiden Großmütter haben Appartements vermietet, die eine in Kampen, die andere hier in Wenningstedt nur ein paar Straßen weiter und meine Tante hat ein Restaurant auf dem Festland. Ich bin mit dem Gastgewerbe aufgewachsen und wollte nie etwas anderes machen.

Welchen Einfluss hatten Elternhaus, Schule und Medien auf Ihre Berufswahl?
Meine Familie hat mich nie in die Gastronomie gedrängt – es war für mich einfach selbstverständlich, das Gleich zu tun wie sie, weil sie meine Vorbilder sind. Ich schwankte nach dem Realschulabschluss noch zwischen Restaurant- und Hotelfach, aber nach einem Gespräch mit Frau Fitschen hatte ich mich schnell für das Hotelfach entschieden, weil sie eine Lehrstelle frei hatte.

Wie entscheidend war für Sie die Lehrstelle in diesem Betrieb?
Mir war es sehr wichtig, in einen kleinen, familiären Betrieb zu kommen. Bei meinem Praktikum habe ich mich sofort in das Haus und in die Familie Fitschen verliebt und war sehr glücklich, als mir Frau Fitschen die Lehrstelle angeboten hat.

Hätten Sie den Beruf auch ergriffen, wenn Sie nicht hier hätten lernen können?
Wahrscheinlich schon. Ich hätte dann eben noch länger suchen müssen, um einen Betrieb zu finden, der mir ebenso so gut gefällt.

Wie wichtig ist es für Sie, dass Ihre Lehrstelle auf Sylt ist?
Das war mir schon sehr wichtig, weil meine Familie ja hier lebt.

Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu den Ausbildern beschreiben?

Als sehr gut und herzlich. Frau Fitschen ist für mich wie eine zweite Mutter, der ich mit viel Respekt begegne, und auch ihre Tochter Claudia, die ich duzen darf, ist eine sehr gute und nette Lehrmeisterin.

Wie unterstützt Ihr Lehrbetrieb Ihre Ausbildung?
Ich lerne hier sehr viel praktisches und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen. Zuerst habe ich auf Etage gearbeitet und mich um die Zimmer gekümmert, dann war ich an der Rezeption und nun bin ich im Restaurant im Service, also immer ganz dicht am Gast dran. Und das ist die beste Schule, die es gibt. Natürlich gibt es auch kleine Schulungseinheiten, wie Weinverkostungen, Einsätze in der Küche oder Hygieneschulungen.

Wie würden Sie das Betriebsklima beschreiben?
Wir sind hier wie eine große Familie und verstehen uns untereinander alle sehr gut. Das wird immer besonders deutlich, wenn Stress herrscht und wir uns gegenseitig helfen, um schneller fertig zu werden. Das ich echt Teamwork!

Wie empfinden Sie Ihre Arbeitszeiten?
Im Restaurant haben wir verschiedene Schichten: von 8 bis 13 Uhr, von 17 bis 22 Uhr oder von 13 bis 22 Uhr. Wenn ich - wie jetzt - Frühstücksdienst habe, kann ich nach eins nach Hause gehen und Pause machen bis ich ab fünf wieder im Dienst bin. Das finde ich recht angenehm, weil ich nachmittags Zeit für mich und meine Familie habe.

Was macht Ihnen am meisten Spaß?
Der Umgang mit den Gästen. Gerade hier haben wir viele Stammgäste, die sich freuen, mich jedes Jahr wieder zu sehen und die mir sogar manchmal Postkarten aus anderen Urlaubsorten nach Sylt schicken. Es ist aber auch toll, die Brüder der Chefin manchmal im Haus zu haben: die beiden Sterneköche Dieter und Jörg Müller.

Welche Fortbildungs- und Aufstiegschancen haben Sie?
Ehrlich gesagt, weiß ich das gar nicht so genau. Ich habe ja noch ein Jahr Zeit. Vielleicht arbeite ich nach meiner Ausbildung noch weiter hier, vielleicht gehe ich in die Welt hinaus oder fange im Restaurant meiner Tante in Neu Wulmstorf an.

Was ist das Besondere an Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Die herzliche und familiäre Atmosphäre. Und dass die Fitschens immer ein Ohr für mich haben und ich mich nie allein gelassen fühle.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Also ich würde gerne ein bisschen was von der Welt sehen, nach Irland fahren und mir London ansehen. Vielleicht auch auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten. Und irgendwann möchte ich mein eigenes kleines Hotel oder Restaurant haben.

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