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Sylter Silvesterbilanz : „Wir müssen mehr bieten“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Sylter Tourismusbranche zufrieden mit dem Jahreswechsel / Kritik an Kreis und Gemeinde

Die Zeit über Weihnachten und Neujahr ist für die Hoteliers, Gastronomen und Unternehmer der Insel zwar nur eine kurze, aber doch eine lukrative Saison. Diejenigen, die vom Tourismus leben, zeigen sich zufrieden mit den Einnahmen und den Gästezahlen am Ende des Jahres 2013. Es gibt aber auch Kritik – und die richtet sich in erster Linie an Gemeinde und Kreis. Zu wenig werde von diesen Stellen für den Tourismus getan – als Beispiele werden immer wieder die fehlenden Holzbuden vor den Cafés in der Friedrichstraße und das Abbrennverbot für Feuerwerk in der Silvesternacht genannt.

„Wir waren sehr zufrieden mit dem Geschäft“, sagte Karl Max Hellner, Vorsitzender des Vereins Sylter Unternehmer. „Wie immer war vor Weihnachten wenig los. Dann fiel die Insel zwischen dem 27. und dem 31. Dezember fast auseinander vor lauter Gästen.“ Wenn Westerland allerdings ein Kurort von Weltrang sein wolle, müsse er den Gästen in dieser Zeit mehr bieten. „Wir haben sinkende Übernachtungszahlen. Um dem entgegenzutreten, brauchen wir schöne Weihnachtsmärkte, gemütliche Buden in der Fußgängerzone und eine bessere Informationspolitik in Bezug auf das Feuerwerk.“

Ähnlich sieht es auch Reinhold Riel, Inhaber einer großen Appartementvermietung auf Sylt. „Ohne richtiges Feuerwerk kann man die Gäste über Silvester nur schwer auf die Insel locken.“ Obwohl seine rund 500 Appartements praktisch alle belegt waren, werde es immer aufwendiger, die Gäste „einzufangen“, wie er es nennt. „Werbung wird für uns immer teurer.“ Trotzdem sei ein großer Teil seiner Gäste zwischen Weihnachten und Silvester Stammpublikum, das in der Regel eine Woche bleibe. Nur direkt über die Weihnachtsfeiertage sei es, wie in jedem Jahr, sehr ruhig gewesen. „Da waren vielleicht zehn bis fünfzehn Prozent der Appartements belegt.“

Zufrieden war auch Stephan Beck vom Hotel- und Gaststättenverband. „Es war gut gebucht, aber wie immer um diese Jahreszeit längst nicht ausgebucht. Es waren viele Leute dabei, die nur ein paar Tage auf der Insel geblieben sind.“ Seiner Meinung nach merke man allerdings deutlich, dass die Finanzkrise den Mittelstand treffe. „Es wird im Hotel- und Gaststättengewerbe nicht einfacher – zumal die Ferien durch die großen Überschneidungen zwischen den Bundesländern in diesem Jahr nur relativ kurz sein werden.“

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erstellt am 21.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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