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Windsurf Worldcup : „Wir hatten hochkarätige Wettkämpfe“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Zum Abschluss des Windsurf Worldcups zieht Veranstalter Matthias Neumann ein Fazit.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Zehn Tage lang stand der Brandenburger Strand im Rampenlicht der Surfer-Gemeinschaft. Die besten Sportler der Welt zeigten auf dem Wasser ihr Können. An Land tummelten sich hunderttausende Besucher zwischen Essenständen und Partyzelt, trafen die großen Stars der Surferszene bei der Autogrammstunde oder genossen einfach nur die Atmosphäre des größten Surfevents der Welt. Jetzt ist auch der 30. Windsurf Worldcup vorbei. Am Wochenende gab es keine sportlichen Höhepunkte mehr – am Westerländer Strand herrschte Flaute und es fanden keine Wettkämpfe mehr statt. Dafür konnten die Surfer jetzt ausgiebig ihre Erfolge feiern.

Veranstalter Matthias Neumann fand die Zeit, auf die vergangenen Tage zurückzublicken und ein Fazit zu ziehen – und das fällt außerst positiv aus: „Ich bin sehr glücklich, dass alles so gut gelaufen ist“, sagt er. „Wir hatten hochkarätige sportliche Wettkämpfe, das Team hat organisatorische Höchstleistungen erbracht und bei den Besucherzahlen können wir einen neuen Rekord verzeichnen.“ Rund 235 000 Zuschauer kamen während des Events an den Brandenburger Strand. Das sind etwa rund 5000 mehr als im vergangenen Jahr.

Zufrieden ist Neumann auch mit dem Sport. „Wir hatten zwei Runden im Freestyle und vier Runden im Slalom. Natürlich wäre es auch schön gewesen, die Waverider zu sehen, aber das erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, dass es im nächsten Jahr klappt. Wir hatten noch nie zwei Jahre in Folge, in denen die Waverider nicht gefahren sind.“ Dass der Wind an einigen Tagen nicht zum Surfen ausgereicht hat, nimmt Neumann achselzuckend zur Kenntnis. Der Surfcup dauere nur deshalb zehn Tage, weil von Anfang an eingeplant sei, dass es an 30 bis 40 Prozent der Tage keinen Wind gäbe. „Hätten wir eine Garantie auf guten Wind, wäre der Cup nach drei Tagen zu Ende.“

Dass die Freestyle-Wettkämpfe auch bei stark ablandigem Wind noch durchgeführt werden konnten, verdankt Neumann vor allem seinem Team. „Wir haben es geschafft, Richter und Sicherheitsleute alle auf Boote zu verfrachten und zum Wettkampf zu bringen. Das war schon eine tolle Leistung.“

Nicht nur bei den Besucherzahlen gibt es einen Rekord zu verzeichnen. Auch die Zahl der Medienkontakte, also die Menge an Leuten, die über Zeitungen, Radio und Fernsehen etwas über das Event gelesen, gehört oder gesehen haben, ist im Vergleich zum vergangenen Jahr noch gestiegen. Es waren insgesamt über zwei Milliarden. „Dabei ist Philip Köster der absolute Medienmagnet. Es ist ein Segen, dass wir solche Identifikationsfiguren wie ihn und Robby Naish haben. Dadurch haben wir es geschafft, dass Surfen mittlerweile medientechnisch in einer sehr hohen Liga spielt“, erklärt Neumann. Auch die Partys kamen gut an. „Es gab jeden Abend lange Schlangen vor dem Zelt, trotzdem hatten wir keinen einzigen Notfalleinsatz.“

Als seinen persönlichen Höhepunkt bezeichnet Matthias Neumann die Siegerehrung am gestrigen Sonntag. „Es war mein ganzer Stolz, als ich zusammen mit meiner zehnjährigen Tochter die Pokale überreichen durfte“, sagt er. Aber auch die gemeinsame Zeit mit Robby Naish habe ihm viel bedeutet. „Wir hatten die Zeit, über die Zukunft des Surfsports zu sprechen – auch hinter den Kulissen. Das war toll.“

Was kann man bei so viel Zufriedenheit noch verbessern? „Das Konzept ist erfolgreich, das werden wir nicht ändern. Aber nächstes Jahr werden wir noch mehr an der digitalen Vernetzung arbeiten, an unseren Auftritten bei den sozialen Netzwerken arbeiten und LED-Wände aufstellen, damit wir die sportlichen Ereignisse direkt an den Strand übertragen können.“

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