Sportevent Syltlauf : „Wir brauchen Helfer, die langfristig mitmachen“

Organisator Franz Beilmann (links) begrüßte am Ziel in List Ingmar Lundström, den Gewinner des Syltlaufs 2014.
Organisator Franz Beilmann (links) begrüßte am Ziel in List Ingmar Lundström, den Gewinner des Syltlaufs 2014.

Organisator Franz Beilmann sucht dringend Ehrenamtliche für den Syltlauf / Abriss bedroht das Vereinslager für wichtige Gerätschaften

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27. Januar 2015, 06:00 Uhr

In sechs Wochen starten die Teilnehmer des Syltlaufs wieder auf die 33,333 Kilometer lange Strecke von Hörnum nach List. Organisatorisch und insbesondere personell ist auch 2015 alles gut abgesichert – das sei doch Ehrensache, betont Franz Beilmann vom TSV Tinnum 66. „Allerdings muss ich zugeben, dass es von Jahr zu Jahr enger wird“, so der engagierte Organisator des alljährlichen Lauftreffs auf der Insel. „Viele unsere Helfer, und ich selbst ja auch, werden immer älter. Leider ist es zunehmend schwieriger, Leute zu finden, die nicht nur in den letzten vier bis sechs Wochen, sondern langfristig mitmachen können oder wollen.“ Am Lauftag selbst seien entlang der Strecke zirka 80 bis 100 Helfer im Einsatz. Dazu gehörten natürlich auch die Kameraden verschiedener Feuerwehren sowie Helfer vom Deutschen Roten Kreuz. „Aber gut die Hälfte, wie Betreuer oder Streckenposten, sind unsere Ehrenamtlichen von Tinnum 66.“

Zukunftssorgen macht Franz Beilmann außerdem der geplante Abriss des ehemaligen Pionierlagers am Keitumer Sportzentrum (wir berichteten). In einem Gebäude gegenüber der in Frühjahr 2014 geräumten Obdachlosenwohnungen betreibt der TSV seit Ende der 1990er Jahre ein Lager, dass dem Verein damals von der Gemeinde Sylt-Ost überlassen wurde. „Dort sind unsere Syltlauf-Utensilien untergebracht, die im Laufe der letzten 30 Jahre immer umfangreicher wurden“, erläutert Beilmann. Die dort gelagerten Gerätschaften wie Aufbaugestänge für Start und Ziel, Streckenschilder, aber auch große Töpfe, Kühlboxen für die Getränkestationen und Werkzeug aller Art seien für den Ablauf der Veranstaltung unabdingbar. „Bereits jetzt ist das Lager randvoll, andere Möglichkeiten haben wir leider nicht“, sagt der Syltlauf-Orgachef. Der TSV Tinnum 66 hat deshalb beantragt, das Lager vorerst nicht abzureißen und mit Politik und Verwaltung über Ersatzlagermöglichkeiten zu beraten.

„Das sind zwar alles Dinge, die mich sehr bewegen“, wechselt Beilmann das Thema, „aber jetzt steht erstmal viel Arbeit an für den Syltlauf am 15. März.“ Punkt zehn Uhr fällt dann am Ortsausgang Hörnum der Startschuss für die mittlerweile 34. Auflage der deutschlandweit beliebten Sportveranstaltung. Gut 1  400 Teilnehmer haben sich angemeldet, alle Startnummern sind bereits vergeben. Wie jedes Jahr bestehen aber noch Chancen in der Verlosung zurückgegebener Nummern, verrät Organisationsleiter Beilmann. Interessierte sollten sich also baldmöglich beim Tinnumer Sportverein melden.

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