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Mit Video : Windsurf World Cup Sylt 2015: Stürmisch ging’s nur bei den Partys zu

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das diesjährige Surf-Event auf Sylt ist Geschichte. Knapp 200.000 Besucher waren zu Gast beim Wassersport-Highlight.

Sylt | Bis zum Abschluss blieb der Wind beim Davidoff Cool Water Windsurf World Cup Sylt leider seiner flautigen Linie treu. Auch am Sonntag war er mit knapp vier Knoten zu schwach, um vor der Westerländer Küste austragen zu können. So gab es beim Wassersport-Highlight am Brandenburger Strand nur einen Sieger in der Disziplin Slalom. Matteo Iachino gewann die erste und einzige Wettfahrt in der Formel 1 des Windsurfens, die bereits am ersten Rennsonntag vor einer Woche gestartet wurde. „Natürlich ist es ein wenig glücklich, nur eine Wettfahrt und damit gleich den World Cup zu gewinnen. Aber danach fragt am Ende Keiner mehr“, sagte der Slalom-Sieger von Sylt.

Der Italiener feierte auf Sylt nicht nur den zweiten World-Cup-Erfolg in dieser Saison, sondern übernahm auch die Führung in der Rangliste vor dem aktuellen Weltmeister Antoine Albeau. Der Franzose belegte am Brandenburger Strand hinter seinem Landsmann Cedric Bordes Platz drei, hat aber beim letzten Surfevent in Neukaledonien noch die Chance, seinen Titel zu verteidigen. Bester Deutscher im Slalom vor Westerland wurde Sebastian Kördel aus Radolfzell auf Rang 21.

Im Freestyle sollte der Windsurf World Cup als letzter Event der Weltserie ein echtes WM-Finale werden. Doch der schwache Wind machte den Board-Akrobaten einen Strich durch die Rechnung. So nahm der Weltranglistenerste Dieter van der Eyken aus Belgien am Brandenburger Strand den WM-Pokal in Empfang, Zweiter wurde Kiri Thode von Bonaire. „Ich hätte dem tollen Publikum hier gerne ein spannendes WM-Finale geboten, doch es sollte einfach nicht sein“, erklärte der frischgebackene Weltmeister. Adrian Beholz aus Radolfzell beendete die Saison als bester Deutscher auf Platz 19. Bei den Damen sicherte sich Sarah-Quita Offringa aus Aruba den Weltmeistertitel.

Auch das mit Spannung erwartete Duell im Waveriding zwischen der Nummer Eins der PWA World Tour Philip Köster und seinem schärfsten Verfolger Victor Fernandez Lopez aus Spanien fiel wegen Windmangel aus. Der zweimalige Champion Philip Köster konnte am Donnerstag vor dem offiziellen Start des Windsurf World Cup zwar noch die Bedingungen vor Westerland testen, danach war jedoch an Wettkämpfe in der Königsdisziplin nicht mehr zu denken.

„Leider konnte ich hier meinen Titel nicht verteidigen. Aber so ist das nun mal bei einem Natursport wie dem Windsurfen“, nahm der Deutsche die Zwangspause gelassen. So bleibt der Kampf um den WM-Titel bei zwei noch ausstehenden World Cups in Frankreich und auf Hawaii spannend bis zum Schluss. Auch bei den Damen konnte Deutschlands beste Wellenreiterin Steffi Wahl bei ihrem Heimspiel nicht den Angriff auf die Top Drei der Weltrangliste starten. „Es ist einfach Pech, dass bei einem so tollen Event jetzt schon seit Jahren der Wind ausbleibt, obwohl der Termin eigentlich von den Bedingungen her gut gewählt ist“, bedauerte die Kielerin. Bei zwei noch folgenden Events dürfte der Kampf um den WM-Titel – wie seit vielen Jahren – wieder zwischen den spanischen Zwillingsschwestern Iballa und Daida Moreno entschieden werden.

Die Zuschauer jedoch genossen auch fast ohne Wettkämpfe den zehntägigen Windsurf World Cup Sylt. Denn statt des Windes kehrte der Sommer nach Westerland zurück und bescherte Fahrern sowie Fans sonnige und milde Spätsommertage am Brandenburger Strand. Tow-in-Sessions mit den besten Freestylern der Welt und SUP-Rennen boten anstelle der Wettfahrten Action auf dem Wasser. Ein besonderes Highlight war die Philips Windsurf Night Session am Freitagabend. Zwölf der besten Freestyler starteten mit illuminierten Segeln und an einem Seil gezogen in den mit 4  000 Euro dotierten Wettkampf. Wegen der kabbeligen Nordsee mussten sich die Sportler in der Dunkelheit besonders konzentrieren, um den richtigen Moment für den Absprung zu finden. Der Belgier Steven van Broeckhofen, Taty Frans von Bonaire sowie der sechsmalige Freestyle-Weltmeister und Vorjahressieger Jose „Gollito“ Estredo aus Venezuela überzeugten die Punktrichter mit atemberaubenden Tricks und zogen ins Finale. Hier präsentierte sich Taty Frans in Bestform und sicherte sich den ersten Platz.

Bei N-JOY The Party konnten sich Tausende Besucher jeden Abend im Veranstaltungszelt auf zwei Dancefloors austoben. Insgesamt besuchten knapp 200  000 Menschen den Davidoff Cool Water Windsurf World Cup Sylt, der im kommenden Jahr vom 30. September bis zum 9. Oktober ausgetragen wird.

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erstellt am 04.Okt.2015 | 18:09 Uhr

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