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Sylter Rundschau

13. Dezember 2017 | 11:50 Uhr

Willkommen auf der Chaos-Insel

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2017 | 09:55 Uhr

Die kommenden fünf Wochen könnten so eine schöne ruhige Zeit auf Sylt werden – zumindest für all die Urlauber, die an diesem langen 1. Mai-Wochenende, an Himmelfahrt oder über Pfingsten die zahlreichen Feiertage und dazu gebuchte Brückentage nutzen, um auf der Insel alle Fünfe gerade sein zu lassen und mal richtig zu entspannen. Tja, wäre da nicht die böse Überraschung der vielen Baustellen in den Straßen der Westerländer Innenstadt. Die nämlich sorgen eher für Anspannung und verursachen selbst bei (verkehrs)erfahrenen Sylt-Urlaubern Stress-Attacken und schlechte Laune.

Aber Gott sei Dank, ein Ende scheint in Sicht: Pünktlich zu Pfingsten sollen sämtliche Sperrungen und Umleitungen verschwunden sein – zumindest, wenn man den Ankündigungen der Verantwortlichen (siehe Seite 9) Glauben schenken darf. Doch erst mal abwarten, ob das monatelange Verkehrschaos dann tatsächlich beendet ist. Denn das Kriterium der Wahrheit ist bekanntlich die Praxis und die sieht oft anders aus, als man es sich wünscht oder erhofft.

Chaotisch sind leider nicht nur die Zustände auf den Straßen der Insel. Auch in Politik und Verwaltung scheint die Linke nicht zu wissen, was die Rechte tut: „Endgültiges Aus für Hörnumer Crêpesbude“ hieß es zunächst. Der Vertrag läuft aus, also muss neu ausgeschrieben werden. Dann jedoch tauchen die richtigen Unterlagen auf. Alles retour, weiter geht es mit den süßen Köstlichkeiten – zumindest in dieser Saison. Für die kleine „Pension Jensen“ in List jedoch werden verschollene Verträge weiter gesucht – sonst drohen Schließung oder gar Abriss. Und dann die Aufregung um den Verkauf des Reiber-Hauses, bei dem der EVS-Chef und auch die Politiker im Aufsichtsrat die Sylter Befindlichkeiten entweder völlig falsch eingeschätzt oder – schlimmer noch – schlichtweg ignoriert haben

„Kann doch alles nicht wahr sein“, sagen viele Insulaner, schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, greifen empört zum Smartphone und verteilen ihren Frust sogleich fleißig über die sozialen Netzwerke. Damit es auch nur jeder mitbekommt: Willkommen auf der Chaos-Insel Sylt.

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