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Serie Wohnungsmangel auf Sylt : Wieviel Wohnraum fehlt in Kampen?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In der SR-Serie mit dem Thema Wohnungsmangel auf Sylt geht es heute um die kleine Gemeinde Kampen

Ein beständiger Mangel an (Dauer-)Wohnraum, dazu Mieten, die sich Normalverdiener kaum leisten können, etliche Einheimische, die daher aufs nahe Festland umziehen und notgedrungen zu Pendlern werden – für viele Sylter ist es das dringlichste Thema der Gegenwart: Der (Miet-) Wohnungsbau auf der Insel.

Wie die einzelnen Gemeinden gegen die Misere ansteuern, das erfragt die „Sylter Rundschau“ bei den Bürgermeistern. Nach List folgt heute ein Gespräch mit Kampens Bürgermeisterin Steffi Böhm.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Angesichts der verdichteten Bebauung und der wenigen Freiflächen im gemeindlichen Besitz ist es in Kampen schwierig, neuen Wohnraum zu schaffen. Dennoch ist Steffi Böhm guter Hoffnung, dass die Wohnungsmisere durch neue Projekte spürbar gemildert wird.

Der gegenwärtige Status listet sich wie folgt auf: Im gemeindlichen Eigentum befinden sich 24 Wohnungen im Börderstich sowie vier Wohnungen im Süderweg. Im Möwenweg sind zwei Doppelhäuser auf Erbpachtbasis vergeben worden. Darüber hinaus hat die Gemeinde das Belegungsrecht für zehn Wohnungen an der Hauptstraße und für sechs weitere im Brönshooger Weg – errichtet wurden die betreffenden Gebäude von der Baugenossenschaft Gewoba Nord auf gemeindlichem Grund und Boden.

Den belegten Wohnungen stehen derzeit rund 60 Bewerber gegenüber. Dabei handelt es sich zu einem guten Teil um Personen, die in Kampen arbeiten. Gerade diesem Klientel möchte die Gemeinde Wohnraum verschaffen: „Menschen, die in Kampen wohnen und arbeiten, sorgen für ein lebendiges Dorf und können sich zum Beispiel in Vereine und die Feuerwehr einbringen“, unterstreicht Steffi Böhm.

Im Fokus der Planungen stehen zum einen zwei Freiflächen im Süden Kampens: Eines der Areale am Estlingwung befindet sich im Eigentum der Gemeinde, das andere gehört dem Bund und Privateigentümern. Hinsichtlich der Baugenehmigungen laufen bereits Gespräche mit Kreis und Land, die laut der Bürgermeisterin „positiven Tenor“ finden. Im Falle der Genehmigung könnten am Estlingwung etwa acht neue Doppelhäuser auf Erbpachtbasis entstehen, so die derzeitige Vorstellung. Konkreter ist bereits ein zweites Projekt: Wenn der Kampener Kindergarten im Süderweg im Juli kommenden Jahres mangels Nachwuchs seine Pforten schließt, soll dort zügig mit dem Ausbau zu Wohnraum begonnen werden.„Das, was möglich ist, schöpfen wir also nach Kräften aus“, betont Steffi Böhm. Politischer Konsens herrscht indes über eine andere unbebaute Fläche: „Den Dorfpark wollen wir nicht antasten.“




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