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Bauprojekt in Westerland : Wie viel soll die Neue Mitte kosten?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Im Bauausschuss der Gemeinde Sylt wurde darüber diskutiert, wie viel DC Commercial zum Bau eines neuen Platzes beisteuern soll.

Es wird gebaggert und gebohrt: Auf dem Grundstück der Neuen Mitte Westerland tut sich seit einigen Wochen etwas. Bis Ende 2016 will DC Commercial dort ein Gebäude mit Luxusappartements und Geschäften entstehen lassen. Doch über einige Details wird noch verhandelt.

Damit sich das Gelände rund um den Neubau in das Ortsbild einfügt, will die Gemeinde Sylt mit DC Commercial einen städtebaulichen Vertrag abschließen. Der neue Platz soll zum einen die gesamte Ecke attraktiver machen und mit Bäumen sowie Bänken zum Verweilen einladen. Zum anderen soll er aber auch für mögliche Weihnachts- oder Flohmärkte nutzbar sein. Das Toilettenhäuschen der Gemeinde, das momentan an der Neuen Straße steht, soll verschwinden, stattdessen sollen neue öffentliche Toiletten in dem neuen Gebäude entstehen (wir berichteten).

Bei all diesen Plänen allerdings ist man von Seiten der Sylter Politik mit der geplanten Finanzierung nicht glücklich. Das wurde auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses deutlich. Insgesamt, so ergaben es die Berechnungen des Tiefbauamts, müsse man für Bau- und Planungskosten mit rund 955  000 Euro rechnen. DC Commercial hatte schon vorab zugesagt, diese Baumaßnahmen mit 500  000 Euro zu unterstützen. Davon sollten laut Vorlage aus dem Bauamt 75  000 Euro abgezogen werden, weil die die Neue Mitte wie die anderen Anlieger auch Anliegerbeiträge zur Finanzierung zahlen sollen. Nach Abzug des Zuschusses und der Anliegerbeiträge müsste die Gemeinde Sylt selbst schlussendlich rund 370  000 Euro für die Gestaltung des Platzes aufbringen.

Das war den Mitgliedern des Bauausschusses am Montag zu viel. Vor allem hielt man die Reduzierung des Kostenbeitrages von DC Commercial für unpassend, da man bisher davon ausgegangen war, dass DC Commercial die 500  000 Euro in voller Höhe zahlen würde und die Ausbaubeiträge und die Kosten für die neue Toilette innerhalb des Gebäudes zusätzlich übernehmen soll.

„Die Pläne sind schon so weit vorbereitet gewesen und wir hätten sie einfach abnicken sollen“, kritisiert Holger Flessau (CDU) das Bauamt. „Wir erwarten da etwas mehr Entgegenkommen von DC Commercial.“ Unter anderem aus diesen Gründen beschloss der Bauausschuss einstimmig, dass nochmals Verhandlungen mit DC Commercial bezüglich der Höhe des Zuschusses aufzunehmen sei. Der notwendigerweise abzuschließende städtebauliche Vertrag soll vor zudem vor Abschluss extern geprüft werden. Zudem soll das Bauamt die Maßnahmen so planen, dass es für die Gemeinde günstiger wird.

Das sei sicherlich möglich, sagte Bauamtsleiter Martin Seemann. Unter anderem könne der Plan, das gleiche Pflaster wie in der Fußgängerzone zu verwenden, fallen gelassen, günstigere Bänke gewählt oder ein zusätzlicher Weg (neben dem Telekom-Shop) nicht mit verschönert werden.

 

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erstellt am 13.Mär.2015 | 05:15 Uhr

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