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Dehoga-Klassifizierung : Wie Sylter Hotels ihre Sterne kriegen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wer kriegt wie viele Sternchen? Am Beispiel des Hotels Dünenburg werden die Anforderungen der Dehoga-Klassifizierung erklärt. Viele Hotels auf der Insel zögern, sich der Bewertung zu stellen.

Von den insgesamt knapp 90 Hotels auf Sylt haben sich bisher 26 vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga klassifizieren lassen.

Davon fallen auf der Insel sechs in die fünf-Sterne-, 16 in die vier-Sterne- und vier in die drei-Sterne-Kategorie. Die eher geringe Bereitschaft, das eigene Hotel mit Sternen bewerten zu lassen, liegt laut Stephan Beck, Vorsitzender des Dehoga Sylt, daran, dass das freiwillige Verfahren zu wenig publik gemacht werde und mit einem hohen Aufwand verbunden sei. Ist ein Hotel klassifiziert, also mit einem bis fünf Sternen ausgezeichnet, habe es bessere Chancen, sich gegen die Konkurrenz auf dem Sylter Markt durchzusetzen. Außerdem erleichtere das Sterne-System potenziellen Gästen, sich eine Unterkunft nach ihren Qualitätsansprüchen zu suchen.

Das Hotel Dünenburg in Westerland hat vor kurzem eine solche Klassifizierung bei der Dehoga Schleswig Holstein beantragt. Dafür mussten die Geschäftsführer Uta Meschke und Olaf Rubin einen Erhebungsbogen ausfüllen, in dem die genauen Angebote des Hotels abgefragt wurden: Wie viele Waschtische haben die Bäder, gibt es Kofferhocker, wie großzügig sind die Zimmer geschnitten? Anschließend wurden die Angaben durch einen Dehoga-Mitarbeiter vor Ort geprüft – das Hotel Dünenburg wurde letztendlich mit vier Sternen ausgezeichnet. Die Bewertung erfolgt basierend auf einem Kriterienkatalog, in dem die Richtlinien für die fünf Kategorien festgelegt sind. „Wir haben die Kriterien im Vorfeld grob geprüft. Allerdings kommt es dann natürlich darauf an, ob man sich in manchen Punkten nicht eventuell überschätzt oder der Prüfer andere Ansichten hat“, erzählt Olaf Rubin von seinen Vorbereitungen für die Klassifizierung.

Der Dehoga-Prüfer vergibt bei seiner Überprüfung Punktzahlen. Sollte ein Hotel zwischen zwei Sterne-Kategorien liegen, werden sogenannte Hilfspunkte herangezogen. Wegen der Chance auf mögliche Extra-Punkte orderten die Hoteliers Meschke und Rubin beispielsweise Hausschuhe mit Dünenburg-Logo und Wäschebeutel für jedes Zimmer. Für seine vier Sterne wies das Hotel unter anderem eine bestuhlte Lobby, eine Hotelbar, Internetzugang und eine 18 Stunden besetzte Rezeption sowie Minibars, Ablageflächen und Kosmetikartikel in den Zimmern nach.

Die Hotelleitung entschied sich aufgrund der immer häufigeren Nachfragen von Gästen für die Bewertung. „Uns war bewusst, dass eine Sterne-Klassifizierung großen Aufwand und hohe Kosten bedeutet“, erklärt Meschke das bisherige Zögern. Die Klassifizierung wird im Abstand von drei Jahren nachgeprüft.

Dünenburg-Leiterin Uta Meschke freut sich über die Auszeichnung ihres Hotels: „Wir haben über Jahre hinweg darauf hingearbeitet und sind nun glücklich, die sehr positive Beurteilung nach Außen hin zeigen zu können.“

 

 

 

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erstellt am 27.Aug.2013 | 18:22 Uhr

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