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Standpunkt : Wider die „Kultur“ der Stammtische

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Kommentar zur Unterbringung von Asylbewerbern auf Sylt

Ja, es stimmt: Sylt hat eine hervorragende Willkommenskultur geschaffen für all die Menschen in Not, die aus Krisenregionen in aller Welt auf unsere Insel kommen. Dank des Engagements zahlreicher Ehrenamtlicher, dank der Unterstützung aus der Politik und dank der aufopferungsvollen Arbeit aller Verantwortlichen in der Verwaltung. Zum Glück fast vergessen sind die unschönen Kommentare, als mitten im Keitumer „Villenviertel“ ein klassisch-schön reetgedecktes Haus mit großzügigem Garten als Unterkunft für Asylbewerber von der Gemeinde angemietet wurde. Das Normale wurde zur Normalität, die selbstverständlich sein sollte.

Angesichts der deutschlandweit weiter steigenden Zahl von Flüchtlingen sind auch auf Sylt zusätzliche Unterkünfte erforderlich. Deshalb ist die zwar spät gekommene Entscheidung des Landes sehr zu begrüßen, das Keitumer Polizeihaus dafür kostenlos zur Verfügung zu stellen. Doch leider melden sich jetzt wieder Meckerer aus der weiten Welt sozialer Netzwerke zu Worte: „Ein schickes Haus für Flüchtlinge und manch Sylter haust in Kellerwohnungen“ oder „Sind doch genug Kasernen frei“ gehören noch zu den harmloseren Kommentaren.

Die „Kultur“ der Stammtische hat sich ins Internet verzogen, da schimpft es sich so herrlich anonym. Schade, dass die nicht ihr Gesicht zeigen, die so auffällig versuchen, sich auf unangenehme Art zu profilieren. Ob sie sich selbst noch im Spiegel betrachten können – diese Frage können nur sie selbst beantworten.

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erstellt am 13.Feb.2015 | 10:29 Uhr

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