Sylt : Westerland, Sylt-Ost und Rantum fusionieren

Nach der Gemeinde Sylt-Ost haben gestern Abend auch die Stadt Westerland und die Gemeinde Rantum die letzten Beschlüsse für eine Fusion der drei Kommunen zum 1. Januar 2009 gefasst.

shz.de von
28. September 2008, 06:27 Uhr

Sylt | Die neue Gemeinde Sylt im Zentrum der Insel wird rund 15.000 Einwohner (von 21.000) haben und Sitz der zentralen Inselverwaltung. Der für die Insel historische Fusionsvertrag wird am Dienstag, 30. September, von den drei Bürgermeistern unterzeichnet.
Spannung in Rantum

Vor allem die Abstimmung im kleinen Rantum (600 Einwohner) war mit Spannung erwartet worden, da die Gemeindevertretung die Fusion vor 14 Tagen noch abgelehnt hatte. Eingelenkt haben die Rantumer erst, nachdem klar war, dass das umstrittene und zur Zeit stillstehende Projekt Keitum Therme in eine externe Gesellschaft ausgegliedert wird, um die Haushalte von Kommune und Tourismusbetrieb vor unabwägbaren Risiken zu schützen.
Bürgermeisterwahl im März 2009

Das 27-köpfige Kommunalparlament der neuen Großgemeinde wird ebenso wie der hauptamtliche Bürgermeister am 29. März 2009 gewählt. Bis dahin führt ein vom Kreis Nordfriesland eingesetzter Beauftragter die Geschäfte. Voraussichtlich wird dies Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber sein. Dem neuen Vertreter bleibt auch die Entscheidung vorbehalten, ob für die neue Kommune die Stadtrechte beantragt werden sollen, wie sie Westerland seit 1905 besitzt.

Auslöser für die Fusion war ein Bürgerentscheid, bei dem im Mai die Mehrheit der Westerländer und Sylt-Oster für den Zusammenschluss stimmten. Zuvor hatten sich die Gemeinden nach jahrelangen Diskussionen und Verhandlungen auf politischer Ebene nicht einigen können. Neben der Gemeinde Sylt wird es künftig nur noch vier eigenständige Gemeinden (Wenningstedt, Kampen, List und Hörnum) geben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen