Küstenschutz auf Sylt : Westerländer Ufermauer ist wieder sturmflutsicher

23-524966_23-106481075_1551875653.JPG von 02. Dezember 2020, 19:03 Uhr

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Marvin Pokrandt und Michaela Meding vom Landesbetrieb für Küstenschutz nahmen das Bauwerk unter die Lupe.
Marvin Pokrandt und Michaela Meding vom Landesbetrieb für Küstenschutz nahmen das Bauwerk unter die Lupe.

Die Westerländer Uferwand wurde auf einer Länge von 150 Metern für 1,8 Millionen Euro verstärkt.

Sylt | Bauabnahme an der neuen Ufermauer, im Gänsemarsch schritten die Mitarbeiter des Landesbetriebs für Küstenschutz und der Baufirmen die 150 Meter lange Wand an der Westerländer Promenade ab. Der Bauzaun am Strand ist schon weg, jetzt fehlen nur noch ein paar Klinker für die Entwässerungsrinne. „Die Ufermauer ist aber schon seit dem 30. September sturmflutsicher“, betont Projektleiterin Michaela Meding. Für die Leute vom Küstenschutz ist Sylt „ein höchst aggressiver Standort“. Die Konsequenz: Die Ufermauer muss verstärkt und erhöht werden, damit Westerland auch künftig gegen den ansteigenden Meeresspiegel geschützt ist. Und weil Meer und Wind so aggressiv sind, brauchen die Stahlpfähle, die die Betonfertigteile verankern, einen doppelten Korrosionsschutz. Weiterlesen: Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Sylt ist für die Winterstürme gut gerüstet“ Zehn Millionen Euro setzt der Bund ein, um die Ufermauer zu verstärken, die die Stadt vor dem blanken Hans schützt. 2018 wurde die rund fünf Meter dicke Sandschicht am Fuße der Ufermauer abgetragen, um zu überprüfen, ob das Bauwerk den Sturmfluten noch standhält. Die Fachleute erkannten dringenden Handlungsbedarf, es gab Schäden am Mauerwerk und an den Mauerwerksfugen. Seit 2019 wird die Ufermauer verstärkt, um den Inselsockel vor Erosion und damit die Küstenlinie vor Sturmfluten zu schützen. In acht Bauabschnitten wird auf einer Länge von 610 Metern vor die alte rote Ufermauer eine neue Stahlbetonwand aus Fertigteilen gesetzt, deren Kopf die Promenade um 80 Zentimeter überragt. Bis 2023 will der Landesbetrieb für Küstenschutz (LKN) das Projekt abschließen.   In diesem Jahr war der 150 Meter lange Abschnitt zwischen dem Strandübergang Friedrichstraße und der Musikmuschel dran – der mit 1,8 Millionen Euro teuerste und größte Teil des Projekts, wie der örtliche LKN-Bauleiter Marvin Pokrandt ergänzt. Damit Spaziergänger auch künftig hinter der Musikmuschel weitergehen können, wurde die Ufermauer mit speziellen Betonteilen erweitert. An den Mehrkosten beteilige sich der ISTS-Kurbetrieb, der an dieser Stelle künftig keine Holzkonstruktion mehr unterhalten muss. Weiterlesen: Herbststurm auf Sylt: Orkanböe treibt Kite vor Westerland in die Dünen Ausgeführt wurden die Arbeiten in diesem Jahr – die Bauabschnitte 1b und 3 – von der Firma Peters-Bau aus Borsfleth. Derzeit schreibt das LKN die Bauabschnitte 2 und 5 für das 106 Meter lange nächste nördliche Teilstück der Ufermauer EU-weit aus, erläutert Projektleiterin Michaela Meding. Im kommenden Frühjahr rücken dann wieder die Baumaschinen an. Und spätestens 2022 würden die Tetrapoden vor der Promenade verschwinden....

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