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Bürgermeisterwahl auf Sylt : Wer springt noch auf das Karussell?

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

SPD Sylt hat Nikolas Häckel einstimmig zum Kandidaten gewählt. In einer Woche endet für alle die Bewerbungsfrist.

Erst schien es noch so lange hin, doch jetzt rennt die Zeit und schon heute in einer Woche ist endgültiger Meldeschluss: am Montag, 27. Oktober, um 18 Uhr endet die Frist zur Einreichung aller Kandidatenvorschläge für die Sylter Bürgermeisterwahl. Dafür müssen die Bewerber im Wahlamt entweder einen Stapel mit mindestens 135 Unterschriften-Formularen abgeben oder eine Bestätigung, dass sie von mindestens einer der in der Gemeindeversammlung vertretenen Parteien unterstützt werden. Bisher liegen Anmeldungen des CDU-Kandidaten Bernd Reinartz sowie der beiden freien Bewerber Gabriele Pauli und Robert Wagner vor. Zumindest so weit bekannt: denn wer alles tatsächlich ihre oder seine Bewerbung bei der Inselverwaltung eingereicht hat, ist ebenso wie deren Zulässigkeit ein vom Wahlgesetz streng geschütztes Geheimnis, das erst am 31. Oktober gelüftet wird.

Doch bereits diesen Freitag um zehn Uhr wird ein weiterer Kandidat seine Unterlagen im Bahnweg abgeben und damit in das Bürgermeister-Karussell einsteigen. Der geborene Sylter und derzeitige Kronshagener Bauamtsleiter Nikolas Häckel ist zwar schon lange im Gespräch, doch es sei ihm wichtig gewesen, parteiübergreifend möglichst breite Unterstützung einzuholen: „Deshalb freue ich mich sehr“, dass mich nach der SWG und dem SSW auch die Sylter SPD zu ihrem Kandidaten gekürt hat – und das sogar mit einem einstimmigen Ergebnis ohne Enthaltung.“

Die Mitgliederversammlung der SPD Sylt habe die Empfehlung von Vorstand und Fraktion am vergangenen Freitag während einer Sitzung in der Alten Post bestätigt, erklärt Fraktionschef Gerd Nielsen. „In geheimer Abstimmung votierten am Ende alle Mitglieder für Nikolas Häckel. Aber zunächst war natürlich der Kandidat gefordert.“ Nach einer ausführlichen Vorstellung seines Lebenslaufes und beruflichen Werdeganges habe der SPD-Vorsitzende Eberhard Eberle mit einer einfachen Frage den Startschuss für die Diskusssion gegeben: „Herr Häckel, warum wollen Sie Bürgermeister der Gemeinde Sylt werden?“ Die Antwort überzeugte die Genossen: „Ich möchte die Entwicklung auf Sylt mitgestalten und nach meiner Ausbildung, Studium der Verwaltungslehre und insbesondere nach den gesammelten Erfahrungen als Amtsleiter in Kronshagen traue ich mir die Aufgabe zu“. Themen wie die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik, insulare Abstimmung, die Verwaltungszentralisierung oder die zukünftige Entwicklung des Tourismus seien Schwerpunktthemen des Abends gewesen. Nikolas Häckel habe überlegte Antworten parat, heißt es aus SPD-Kreisen, die auch seine parteipolitische Neutralität unterstrichen.

Einen „Häuserwahlkampf machen und einfach an Türen klingeln“ möchte er nicht, sagt Häckel, er will in Phase Zwei seines Wegs ins Rathaus die Wähler lieber gezielt auf Veranstaltungen überzeugen. Aber natürlich wird er auch in der Fußgängerzone oder auf dem Westerländer Wochenmarkt präsent sein. Dort könnte er dann bald auf Mitbewerber treffen: wie zum Beispiel den Aachener Robert Wagner, der vergangenen Sonnabend zwei Stunden lang potenziellen Wählern bei Erbsensuppe oder Currywurst Rede und Antwort stand.


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erstellt am 20.Okt.2014 | 05:30 Uhr

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